Die Bezirksschülersprecher der Gymnasien aus Unterfranken, Niederbayern, Schwaben und der Oberpfalz fordern, die Abiturprüfungen auf einen Termin nach den Pfingstferien - also um etwa dreieinhalb Wochen - zu verschieben. Nur so könnten faire Bedingungen und eine Vergleichbarkeit der Abiturjahrgänge gewährleistet werden.
Obwohl Fairness versprochen wurde, führe der enge Zeitplan nun zu erheblichen Nachteilen, heißt es in einem offenen Brief an den Kultusminister, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. „An der Uni wird später niemand darauf Rücksicht nehmen, dass man im Corona-Jahrgang Abitur gemacht hat“, sagt Pauline Behnke, Bezirksschülersprecherin der Gymnasien in Unterfranken. Gerade weil in den vergangenen Wochen nicht alle Schüler zu Hause die gleichen Lernbedingungen hatten, bräuchte es mehr Zeit, um den Prüfungsstoff zu wiederholen.
Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) will am coronabedingt verschobenen Start der Abiturprüfungen am 20. Mai nicht rütteln. Dafür gibt es nach seinen Worten aber bereits eine einvernehmliche Lösung, damit noch ausstehende Klausuren bis dahin nicht in der geplanten Form geschrieben werden müssen.
"Wir wollen am Termin für die Abiturprüfungen festhalten, das ist das Ziel", sagte Piazolo am Samstag der Deutschen Presse-Agentur in München. "Deshalb sind wir intensiv mit dem Landesschülerrat in Kontakt und haben auch schon eine einvernehmliche, gute Lösung gefunden. Klar ist: Noch ausstehende Klausuren müssen nicht in der eigentlich vorgesehenen Form geschrieben werden." Die genauen Details will Piazolo erst Anfang der neuen Woche bekanntgeben. "Aber Fakt
ist: Wir werden den Schülern sehr weit entgegenkommen", betonte er.
Piazolo sagte zu der Kritik der Bezirksschülersprecher: "Auch der Landesschülerrat war eingebunden und ist einverstanden. Das konnte lediglich in der Eile offenbar noch nicht an alle Schülervertretungen kommuniziert werden."













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