15.10.2019 - 15:44 Uhr
SchwandorfDeutschland & Welt

Populär und virtuos gleichermaßen

Christoph Soldan am Klavier und die "Schlesischen Kammersolisten" brachten in Schwandorf den "Goldenen Oktober" zum Abschluss

Zum Abschluss des Klassikfestivals „Goldener Oktober“ saß künstlerischer Leiter Christoph Solden selbst am Klavier. Zusammen mit den „Schlesischen Kammersolisten“ spielte er „von Mozart bis ’Stairway to Heaven’“.
von Susanne WolkeProfil

Zu seiner "kleinen Nachtmusik" hat sich Wolfgang Amadeus Mozart einmal selbst geäußert. "Virtuos, aber nicht zu brillant" seien die Musikstücke. "Satisfikation" sei somit nicht dem Kenner alleine garantiert. Auch für das Publikum, das nicht so viel verstehe, verspreche die kleine Nachtmusik durchaus Zufriedenstellung.

Eine Untertreibung, die die "Schlesischen Kammersolisten" in der Schwandorfer Kebbel-Villa jüngst einmal mehr widerlegt haben. Zwar war das Programm "Von Mozart bis ,Stairway to Heaven'", mit dem sie ins Oberpfälzer Künstlerhaus gekommen waren, durchaus am breiten Allgemeingeschmack orientiert. Die musikalische Leistung der fünf Streicher erwies sie aber erwartungsgemäß als mehr als zufriedenstellend. "Die Zuhörerschaft, die Mozart versteht, ist die beste", hob denn auch Christoph Soldan mittels eines anderen Zitates - diesmal von Mozart-Biografen Alfred Einstein - die Veranstaltung in angebrachte Sphären. Der künstlerische Leiter des "Goldenen Oktobers" im Oberpfälzer Künstlerhaus setzte sich zum Abschluss des Klassikfestivals auch selbst ans Klavier.

Gemeinsam mit den "Schlesischen Kammersolisten", die europaweit bei bedeutenden Musikfestivals auftreten, gab der Pianist und Dirigent Christoph Soldan ein beschwingtes vormittägliches Konzert, das einem erfolgreichen Klassikfestival ein Ende setzte.

Neben Mozart waren es auch Titel der Popmusik, die die Musiker zur Aufführung brachten. Tschaikowskys Streicherserenade wechselte im Laufe einer Komposition über zu "Somebody to love" von Queen. Auch in anderen liebevollen Cross-Over-Kompositionen fanden sich die Zuhörer klassischer Musik unverhofft wieder in Hits aus den 1970-er Jahren.

Virtuos in der Aufführung, brillant in der Zusammensetzung und ein Genuss für jeden Zuhörer: So präsentierte sich das mittlerweile zweite Klassikfestival "Goldener Oktober" mit seinem letzten Konzert. Doch es geht weiter. "Auf Wiedersehen im Jahr 2020", heißt es zum Abschied verheißungsvoll. Der Termin fürs 3. Klassikfestival im September und Oktober 2020 steht schon fest.

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