24.10.2019 - 11:26 Uhr
SchwarzenfeldDeutschland & Welt

Inspirationen in bayerischer Sprache

Mit dem Begriff „Heimatsound“ kann mittlerweile jeder etwas anfangen: gut gemachte Musik gepaart mit bayerischem Dialekt. Und wer sich genauer damit befasst, kommt an einer Band derzeit nicht vorbei – nämlich „Pam Pam Ida“ aus Oberbayern.

Die Combo "Pam Pam Ida" kommt am 31. Oktober nach Schwarzenfeld, mit derem kreativen Kopf Andreas Eckert (3. von rechts) hat sich die Kulturredaktion im Vorfeld unterhalten.
von Holger Stiegler (STG)Profil

Ein Geheimtipp sind Pam Pam Ida schon länger nicht mehr – eher Bayerns derzeit angesagteste Pop-Hoffnung. Am Donnerstag, 31. Oktober (20 Uhr), kommen die sechs Musiker für ein Konzert ins Restaurant Miesberg (Klosterstraße 4) nach Schwarzenfeld (Kreis Schwandorf). Karten gibt es an der Abendkasse. Die Kulturredaktion hat sich im Vorfeld mit Sänger, Texter und Komponist Andreas Eckert unterhalten.

ONETZ: Ich muss es natürlich fragen: Wie kommt man auf den Namen „Pam Pam Ida“?

Die Geschichte zum Bandnamen ist ziemlich banal und doch kurios. Eines Tages kam unser Drummer Julian in den Proberaum und erzählte mir einen ziemlich skurrilen Traum. Den ganzen Inhalt bring ich leider nicht im Detail zusammen. Jedenfalls ging es irgendwie um einen verrückten Professor, der, angestachelt von einer Meute, im Traum unserem Julian die Kehle durchgeschnitten hat. Und dabei sprach die Meute immerzu das Mantra „Isinam Pam Pam Ida“. Nach dieser Geschichte war klar, dass unsere Band so heißen muss, weil der Name doch sehr dadaistisch und nichtssagend ist und uns damit auch sehr viel Freiraum lässt in unserem Auftreten.

ONETZ: Euer aktuelles Album heißt „Sauber“, im Booklet dazu heißt es „Garantie zum Mitsingen und Mittanzen“. Was macht Euch da so sicher?

Sicher ist da gar nichts! Das soll nur ein überzogenes und überschätztes Selbstbild unsererseits vermitteln, damit klar wird, dass wir das doch nicht so meinen können. Und doch funktioniert es auf sonderbare Art...

ONETZ: Wer Euch zuhört, muss offen für verschiedene Stile sein: Ich höre da zum Beispiel Reggae und Rap raus, aber auch Country und Pop. Zwischendrin muss ich auch mal an die Spider Murphy Gang denken. Wie ordnet Ihr Euch selber ein?

Wir selber ordnen uns gar nicht ein - das übernehmen schon Andere. Letztendlich machen wir, denke ich, eigene Musik wie fast alle Kollegen: Wir sammeln Eindrücke, Inspirationen und geben diese in unserer Sprache - damit ist nicht nur die bayerische Sprache gemeint, sondern Musik, Bild, alles, was dazu gehört - mit unserem Ausdruck, zurück in den ewigen Kreislauf der Musik.

ONETZ: Die Texte sind alle im Dialekt geschrieben. Was geht in der bayerischen Sprache besser als auf Hochdeutsch?

Bezogen auf uns funktionierts auf alle Fälle besser, authentisch zu sein. Zudem klingt bayerisch rein phonetisch sehr schön und ähnelt sogar zum Teil dem Englischen. Nachteile gibt‘s aber in der Vielfalt des Vokabulars - das ist etwas schade.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.