Selb
04.06.2018 - 11:36 Uhr

Falsche Polizeibeamte erbeuten hohen Geldbetrag

Erneut schlugen unbekannte Betrüger, die sich als Polizeibeamte ausgaben, zu und erbeuteten in Selb einen hohen Geldbetrag von einer älteren Dame. Die Kriminalpolizei Hof ermittelt und bitte um Zeugenhinweise.

Patrick Seeger/dpa

Die Täter riefen bereits seit Dienstag die Rentnerin über mehrere Tage an und warnten sie vor einem bevorstehenden Überfall durch eine Einbrecherbande. "Durch die geschickte Gesprächsführung erfragten die skrupellosen Betrüger die Vermögensverhältnisse des Opfers und brachten sie am letzten Mittwoch dazu, den hohen Geldbetrag von ihrer Bank abzuheben", berichtet Polizeisprecher Martin Prechtl.

Durch weiteres, telefonisches Bedrängen und Einschüchtern gelang es den falschen Polizeibeamten die arglose Frau zu überzeugen, „sicherheitshalber“ das Geld bei der Polizei zu hinterlegen. Dazu deponierte sie Donnerstagnacht den Umschlag mit dem Geld vor der Haustür, den daraufhin die Trickbetrüger abholten.

Am Sonntag kamen der Frau Zweifel und sie fragte bei der Polizeiwache Selb nach. Dort flog der Betrug auf.

Die Kripo Hof hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen, die am Donnerstag, 31.Mai, gegen 22 Uhr, im Bereich Schützenstraße, Sandstraße, Wunsiedler Straße und Körnerstraße in Selb verdächtige Personen oder ortsfremde Fahrzeuge wahrgenommen haben.

Zeugen sollen sich bitte bei der Kriminalpolizei Hof unter Tel.-Nr. 09281/704-0 melden.

Die Polizei warnt die Bevölkerung erneut vor verschiedenen Maschen der Trickbetrüger

  • Die echte Polizei fragt telefonisch nie nach Vermögensverhältnissen
  • Die echte Polizei fordert sie nie auf, Geld oder andere Vermögenswerte zu deponieren
  • Beim persönlichen Kontakt weisen sich echte Polizeibeamte auf Nachfrage mit einem Dienstausweis aus.
  • Fragen sie bei ihrer zuständigen Polizeidienststelle nach oder rufen sie dort zurück, wenn ihnen ein Anruf komisch vorkommt! Sie dürfen auch die kostenlose Notrufnummer 110 benutzen.
  • Übergeben sie kein Geld an Abholer, auch wenn sie angeblich von Enkeln oder nahen Verwandten geschickt werden.
  • Lassen sie sich nicht unter Druck setzten

Angehörigen und Mitarbeitern von Kreditinstituten rät die Polizei

  • Sensibilisieren sie ihre Verwandten über die Vorgehensweisen der Trickbetrüger
  • ereinbaren sie mit ihren Verwandten gegebenenfalls ein telefonisches Kennwort, um die Echtheit des Anrufers zu bestätigen.
  • Seien sie alarmiert, wenn ältere Kunden einen höheren Geldbetrag abheben.
  • Weisen sie die Seniorinnen und Senioren auf die gängigen Maschen des Trickbetrugs hin. So können sie unter Umständen dazu beitragen, dass eine Straftat verhindert wird.
 
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