23.01.2020 - 17:15 Uhr
SelbDeutschland & Welt

„Hervorragende Expertise und beeindruckender Erfahrungsschatz“

Anna Dziwetzki wird zum 1. Februar neue Porzellanikon-Direktorin in Selb

Bayerns Kunstminister Bernd Sibler stellte die neue Porzellanikon-Direktorin Anna Dziwetzki vor
von Holger Stiegler (STG)Profil
Die neue Porzellanikon-Direktorin Anna Dziwetzki

Das Porzellanikon bekommt eine neue Direktorin: Bayerns Kunstminister Bernd Sibler stellte am Donnerstag die 49-jährige Anna Dziwetzki als neue „Chefin“ des Staatlichen Museums für Porzellan in Selb/Hohenberg an der Eger vor. Sie tritt ihr Amt am 1. Februar an und folgt damit auf den Gründungsdirektor Wilhelm Siemen, der nach 35 Jahren an der Spitze im Herbst 2019 in den Ruhestand gegangen war.

Sibler würdigte Dziwetzki als „überzeugende Persönlichkeit mit einer hervorragenden Expertise und einem beeindruckenden Erfahrungsschatz“. Er zeigte sich davon überzeugt, dass die neue Direktorin die „großen Fußstapfen“, die Siemen hinterlassen habe, ausfüllen werde. Das Porzellanikon sei ein „Juwel der bayerischen, deutschen und europäischen Museumslandschaft“, sagte Sibler. Hier würden die Komponenten Tradition, Handwerkskunst und Ästhetik zusammengebracht. Die Berufung der neuen Direktorin, so der Minister, sei unbefristet erfolgt.

Anna Dziwetzki bekannte, dass mit der Leitung des Porzellanikons ein „geheimer Wunsch“ in Erfüllung gehe – nämlich eine Rückkehr ins Fachgebiet der Kunstgeschichte. Die gebürtige Polin besuchte die Akademie der Schönen Künste in Krakau und die römische Universität „La Sapienza“ sowie – nach Abschluss des Kunstgeschichte-Studiums – das Studieninstitut für Kommunikation in Düsseldorf. Bisherige Stationen ihrer Tätigkeit waren unter anderem das Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum in Frankfurt/Main sowie die Marketing-Verantwortung für den Landschaftsverband Westfalen-Lippe der Ausstellung „Imperium Konflikt Mythos. 2000 Jahre Varusschlacht“. Bei der Dauerausstellung „terra mineralia“ der TU Bergakademie Freiberg ist sie seit zehn Jahren gleichzeitig Leiterin und Geschäftsführerin, seit 2012 leitet sie auch die Mineralogische Sammlung Deutschland im Krügerhaus. „Ich freue mich darauf, hier in die Welt des Porzellans eintauchen zu können, umgeben von so vielen wunderbaren Objekten“, sagte Dziwetzki.

Kommen wird sie mit vielen Ideen und Visionen, die sie allerdings erst mit dem Team besprechen wird. Ein besonderes Augenmerk wird sie auf jeden Fall auf das Thema Digitalisierung legen, das in den Museen insgesamt sehr viel verändern wird. „Das ist heute eine Querschnitt-Aufgabe, bei der alle gefragt sind“, betont Dziwetzki.

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