Update 03.11.2026 - 13:43 Uhr

Söder fordert engere militärische Zusammenarbeit mit Katar

Auf seiner Reise durch mehrere arabische Länder geht es dem CSU-Chef nicht nur ums Geld. Mit Blick auf eine Bedrohung durch den Iran wünscht sich Söder auch an anderer Stelle mehr Kooperation.

CSU-Chef Markus Söder wünscht sich eine engere militärische Zusammenarbeit Deutschlands mit Katar. Es sei wichtig, dass Deutschland „zumindest sich hier sehen lässt“, sagte der bayerische Ministerpräsident am Dienstag nach einem Treffen mit dem Emir von Katar, Tamim bin Hamad Al Thani, in der Hauptstadt Doha. Söder schlug einen Besuch des Bundesverteidigungsministeriums und „vielleicht keine Truppenteile, aber technisches Personal bei weiteren Ausbildungsfragen“ vor.

Söder sagte, dass andere Länder wie Großbritannien und Frankreich solche Schritte schon gegangen seien: „Ich finde, wir Deutschen sollten uns auch hier präsent zeigen.“ Wer auf Dauer wirtschaftlich erfolgreich sein wolle, brauche als zweite Komponente Vertrauen und Sicherheit. 

Wirtschaftsgipfel in München angekündigt

Der CSU-Chef besuchte bei seiner Reise am Dienstag auch eine Werkstatt des Rüstungsunternehmens KNDS auf einem Militärstützpunkt und warb für Investitionen im Verteidigungssektor - mit besonderem Fokus auf bayerische Firmen. „Der Verteidigungssektor ist extrem wichtig“, betonte Söder. „Man liegt hier 150 Kilometer vom Iran entfernt. Deswegen ist das Interesse an Verteidigung einfach noch mal höher als alles andere.“ 

Bayerns Ministerpräsident kündigte im Zusammenhang damit auch einen Wirtschaftsgipfel in München im kommenden Jahr an - ähnlich wie vor einigen Wochen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), die Söder zuvor auf seiner Reise besucht hatte. Die Themenfelder wolle man in einer gemeinsamen Kommission abklären.

Bei den VAE sei man beim Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen schon sehr viel weiter als mit Katar, sagte Söder. Der CSU-Chef erneuerte zudem seine Forderung, eine Freihandelszone beider Länder mit der EU voranzutreiben. Daran gebe es „großes Interesse“ in Katar.

© dpa-infocom, dpa:261103-930-936372/2

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