München
18.02.2019 - 10:18 Uhr

Spannung, Unterhaltung, Dokus: Ausblick auf die Filmprojekte für das BR-Fernsehen

So elegant wie beim Filmball am Abend braucht man als Darsteller oder Regisseur nicht gekleidet sein, wenn es vorher zum BR-Filmbrunch geht. Es ist ein Arbeitstreffen, bei dem mindestens ein künftiger Filmhit vorgestellt wird.

Voraussichtlich im Frühjahr wird im Ersten der neue Franken-Tatort ausgestrahlt. Er beginnt gleich mit einer dramatischen Szene in einem Gerichtssaal. Bild: exb/Bayerischer Rundfunk
Voraussichtlich im Frühjahr wird im Ersten der neue Franken-Tatort ausgestrahlt. Er beginnt gleich mit einer dramatischen Szene in einem Gerichtssaal.

Beim traditionellen „Filmbrunch“ im Münchener Literaturhaus gab der Bayerische Rundfunk einen Ausblick auf seine Filmprojekte für das BR-Fernsehen, Das Erste, die BR-Mediathek und das Kino. „Über 60 Filmpreise im Jahr 2018 und zwei Nominierungen bei den kommenden Oscar-Verleihungen zeigen die hervorragende Qualität unserer Filme und der Zusammenarbeit mit den Produzenten in Bayern“, versicherte Fernsehdirektor Dr. Reinhard Scolik. Und er versprach: „Wir als Bayerischer Rundfunk tun, was wir können, um den Film- und Fernsehstandort Bayern sowie den Nachwuchs zu stärken.“ BR-Programmbereichsleiterin Bettina Ricklefs schlug in die gleiche Kerbe: „In diesem Jahr werden wir unserem Publikum wieder ein breites, vielfältiges und generationsübergreifendes Programm im Fernsehen und im Kino bieten – trotz aller Sparzwänge.“

Voraussichtlich im Sommer 2019 wird im Ersten „Sauerkrautkoma“ gesendet, der im Kino schon ein großer Erfolg war. Der Nachfolger, „Leberkäsjunkie“, startet am 1. August auf der großen Leinwand, und auch er wird wieder sein Publikum finden, das in die Millionen geht. Diesmal heißt es Schluss mit Fleischpfanzerln von der Oma (Enzi Fuchs) oder mit „Warmen“ vom Simmerl (Stephan Zinner) – die Cholesterinwerte vom Eberhofer (Sebastian Bezzel) sind so hoch wie die Laune im Keller. Dazu macht die Susi (Lisa Maria Potthof) ihm Stress mit dem Sprössling – knallhart durchorganisierte Besuchszeiten, da kennt sie kein Pardon. Und dann dieser grausame Mord an einem Fremden in der Pension von der Mooshammer Liesl (Eva Mattes).

Der offizielle Trailer zum Film "Kirschblüten & Dämonen". Kinostart ist der 7. März.

Drei Mal ist der BR 2019 mit einem „Tatort München“ vertreten: „Die ewige Welle“, „ One Way Ticket“ und „Unklare Lage“ heißen die Krimis, einmal spielt der Tatort in Franken, genauer in Bayreuth. „Ein Tag wie jeder andere“ verspricht im Frühjahr Hochspannung: Ein Bayreuther Anwalt erschießt im laufenden Prozess einen Richter. Kurz vor der Tat schaut er auf die Uhr und wartet die volle Stunde ab. Dann flüchtet er. Exakt eine Stunde später stirbt eine Universitätsmitarbeiterin. Wieder ist Anwalt Peters der Täter. Es gibt zunächst kein erkennbares Motiv. Wer „Polizeiruf 110“ mag, den bedienen die Bayern heuer mit „Der Ort, von dem die Wolken kommen“ und „Die Lüge, die wir Zukunft nennen“. Beides sind noch Arbeitstitel.

Bei den Vorabend-Serien stehen unter anderem „Akte Lansing“ auf dem Programm und „Watzmann ermittelt“ – auch das ist neu, acht Folgen kommen ab Mai. Hauptkommissar Benedikt Beissl (Andreas Giebel) führt in „Watzmann ermittelt“ sein Revier in Berchtesgaden quasi im Alleingang. Doch dann kommt ein neuer Kollege. Jerry Paulsen (Peter Marton) ist nicht nur all das, was Beissl nicht ist, nämlich charmant, redselig und offenherzig. Er hat als Sohn einer deutschen Mutter und eines GI auch eine andere Hautfarbe. „Akte Lansing“ wiederum ist eine bayerische Mystery-Mediensatire, die rätselhafte Vorgänge hinter den Kulissen des Kult-Formats „Dahoam is Dahoam“ thematisiert.

Viele Fans hat sich die Reihe „Lebenslinien“ geschaffen, bei der man jeweils eine Folge lang einen bemerkenswerten Menschen aus dem Freistaat kennenlernen kann. Das können so bekannte sein wie Ex-Nationaltorhüter Sepp Maier (Ausstrahlung am 25. Februar) und die Schauspielerin Jutta Speidel (25. März) oder Leute wie die Vorzeige-Unternehmerin Sina Trinkwalder aus Augsburg (11. März). In ihrer ökosozialen Textilfirma gibt sie denen eine Chance, die auf dem klassischen Arbeitsmarkt keinen Fuß fassen können. Insgesamt sind es zwölf anregende Reportagen, die der BR in dieser Reihe zeigen wird.

Der BR produziert viele Spielfilme mit, nicht nur „Leberkäsjunkie“. Auch Erfolgsregisseurin Doris Dörrie arbeitet bei „Kirschblüten & Dämonen“ mit den Bayern zusammen. In diesem Nachfolger von „Kirschblüten – Hanami“ haben auch Elmar Wepper und Hannelore Elsner wieder Auftritte. Kinostart ist der 7. März.

 
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