01.04.2019 - 16:14 Uhr
Steinberg am SeeDeutschland & Welt

"Erlebnisholzkugel" in Steinberg am See eine "Sensation"

Die "Erlebnisholzkugel" am Steinberger See soll ein Wahrzeichen für die Region werden. Das erhofft sich Markus Söder. Bei der offiziellen Eröffnung gibt es jede Menge Superlative.

Markus Söder genießt den Blick von der "Erlebnisholzkugel".
von Frank Werner Kontakt Profil

Wortspiele sind Pflicht an diesem sonnigen Montag in Steinberg am See (Kreis Schwandorf). "Wir machen dann einen Aufstieg. Ich kenne niemanden von uns, der das ablehnt." Finanzminister Albert Füracker (CSU) kennt nur ein Zeil - hoch hinaus. Ebenso wie sein Chef und Parteifreund, Markus Söder. 40 Meter hoch geht es rauf auf die Kugel mit den 220 geladenen Gästen. Und mit der Rutsche in sekundenschnelle wieder runter. Söder: "Das Rutschen hat der Füracker delegiert. Das machen die Landtagsabgeordneten. Wir klauben sie dann unten auf, bitte informieren sie die Nachrücker schon."

Kleine Scherze am 1. April, die Stimmung an der "Erlebnisholzkugel" ist völlig entspannt. Tatsächlich rasen dann auch die Abgeordneten Alexander Flierl (CSU) und Joachim Hanisch (Freie Wähler) in die Tiefe. Völlig begeistert kommen sie unten an. Das Lob für das 5,5-Millionen-Euro-Projekt ist groß. "Das ist ein Stempel für die Heimat", lobt der Ministerpräsident, "ein Signal für den ländlichen Raum". Und der Finanzminister spricht sogar von einer "Sensation mitten in der Oberpfalz", von einem "Symbol für ganz Bayern", das die "Heimat aufwerten wird".

Söder verteilt viele Komplimente, die Oberpfalz sei schließlich eine der "wichtigsten Regionen" im Freistaat. "Bayern besteht nicht nur aus München", macht er deutlich und spricht von einer "besonderen Beziehung" zum Bezirk. Daran sei auch sein Finanzminister Schuld. Bei dem aus Neumarkt stammenden Füracker gehe das Geld "leichter in die Oberpfalz". Mit einer Million Euro hat der Freistaat die Attraktion gefördert.

In den ersten sechs Wochen vor dem offiziellen Auftakt haben bereits rund 10 000 Gäste die "Erlebnisholzkugel" besucht, berichtet Tom Zeller, Geschäftsführer der InMotion Park Seenland GmbH. Der Weg hin zu dem beeindruckenden Holzbau war nicht leicht. Die Eröffnung wurde dreimal verschoben, Ende April 2018 legte ein Brand die Gastro-Anlage in Schutt und Asche.

Umso größer fällt das Lob für die Kugel und ihre Erbauer aus. "Sie fördern den Tourismus, sie schaffen Arbeitsplätze", jubelt Füracker: "Ein Holzbaukunstwerk par excellence." Und der vierfache Vater Markus Söder plaudert aus dem Nähkästchen: "Wenn sie mit den Kindern was machen wollen, dann reicht ein normales Schwimmbad nicht, da muss etwas Prickelndes her." So wie der XXL-Holzturm am Steinberger See. Der Ministerpräsident als passionierter Schwimmer verspricht, mal wieder vorbeizuschauen. Vielleicht rutscht er dann mit dem Filzteppich in die Tiefe. Ein Video über die Kugel www.onetz.de/

Die "Erlebnisholzkugel" in Steinberg am See.
Die Kugel in Zahlen :

Rund 15 Monate Bauzeit und zwei Jahre Planung waren für die „Erlebnisholzkugel“ notwendig. Kosten: rund 5,5 Millionen Euro. 800 Kubikmeter Holz, 200 Tonnen Stahl, 40 000 Schrauben, 18 000 Bolzen und Stahldübel, 2200 Meter Geländer wurden verbaut. Auf einer Länge von knapp 700 Metern gehen die Besucher auf einer Holzspirale auf eine Höhe von 40 Metern. Der Durchmesser der Kugel beträgt 50 Meter. Auf einer Aussichtsplattform gibt es einen spektakulären Blick auf die Seelandschaft der mittleren Oberpfalz. Auf dem Weg nach oben gibt es 30 Erlebnisstationen, Spielelemente und Informationstafeln. Die InMotion Park Seenland GmbH betreibt die nach eigenen Angaben größte Erlebnisholzkugel der Welt und die Gastronomie „Kugelwirtschaft“. Im April 2018 hatte ein Brandstifter das Restaurantgebäude angezündet und den Bau verzögert.

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