Die Suche nach einem vermissten Schwimmer im Starnberger See ist nach Angaben einer Polizeisprecherin am Montag fortgesetzt worden. Der 32-Jährige aus München war nach Aussagen von Freunden, die ihn auf einem Schlauchboot begleiteten, am Sonntagnachmittag rund 300 Meter vom Ufer bei Berg entfernt von einem Motorboot überfahren worden und sofort untergegangen.
Daraufhin begann auf Höhe des Badegeländes Kempfenhausen eine intensive Suche mit Sonarbooten, Tauchern, einem Hubschrauber, Spürhunden sowie einer Unterwasserdrohne. Allerdings konnte der Mann bis zum Einbruch der Dunkelheit nicht gefunden werden.
„Eine Personensuche unter Wasser ist immer von gewissen Unwägbarkeiten geprägt“, erläuterte die am Einsatz beteiligte Kreiswasserwacht Starnberg. „So lässt sich der Ort, an dem eine Person untergegangen ist, nur sehr schwer konkret lokalisieren, selbst wenn man sich unmittelbar an dieser Stelle befand.“ Wind und Wellen trieben ein Boot rasch davon, außerdem fehlten Fixpunkte zur Orientierung. „Zudem führen mögliche Strömungen dazu, dass Untergegangene gar nicht senkrecht nach unten sinken, sondern unter Umständen viele Meter weit weggetrieben werden. Dadurch lässt sich der abzusuchende Bereich nur sehr schwer abschließend festlegen.“
Das Motorboot wurde von der zuständigen Staatsanwaltschaft München II bereits sichergestellt, nun soll es ein unfallanalytisches Gutachten geben. Nach Angaben der Wasserwacht stoppte der Fahrer des Motorbootes sofort und beteiligte sich an der Suche nach dem Vermissten. Dem Polizeipräsidium lagen zunächst aber keine weiteren Informationen über den Unfallhergang und etwaige Aussagen des Bootsführers vor.
© dpa-infocom, dpa:220801-99-231334/2













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