Nach umfangreichen Ermittlungen hat die Kriminalpolizei Hof einen Tatverdächtigen zu einer Serie von Drohanrufen im Zusammenhang mit einer Hofer Realschule ermittelt. Der 26-Jährige aus Niedersachsen steht im Verdacht, mehrere Drohanrufe getätigt zu haben, die im Juni einen großen Polizeieinsatz ausgelöst hatten. Laut einer gemeinsamen Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Hof und des Polizeipräsidiums Oberfranken wurde bei dem Verdächtigen umfangreiche Kommunikationselektronik sichergestellt.
Im Juni hatte ein zunächst unbekannter Anrufer eine vermeintliche Gewalttat mit mehreren Verletzten an der Realschule in der Max-Reger-Straße gemeldet, was einen umfangreichen Polizeieinsatz auslöste. Die Hinweise bestätigten sich nicht. In den darauffolgenden Wochen gingen bei der Polizeiinspektion Hof und im Sekretariat der Schule weitere Anrufe ein, bei denen der Anrufer mehrfach mit Sprengstoffanschlägen drohte. Die Anrufserie dauerte bis zum 21. Juni 2026 an.
Umfangreiche Ermittlungen
Die Kriminalpolizei Hof führte daraufhin umfangreiche Ermittlungen und stand hierzu auch mit den Landeskriminalämtern Bayerns und anderer Bundesländer in Kontakt. Ende Juni führte schließlich eine weitere Straftat auf die entscheidende Spur. Ein Geschädigter hatte bei der Polizeiinspektion Hof Anzeige erstattet, nachdem seine Daten auf einer Onlineplattform ausgespäht worden waren. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen den Beamten der Polizeiinspektion Hof und den Ermittlern der Kriminalpolizei Hof konnten die Vorgänge miteinander in Verbindung gebracht werden. Insbesondere der Abgleich vorhandener Sprachaufzeichnungen begründete den konkreten Tatverdacht gegen den 26-jährigen Deutschen.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hof durchsuchten Polizeibeamte am Dienstag, 22. September 2026, die Wohnanschrift des Tatverdächtigen in Niedersachsen. Dabei stellten sie verschiedene Kommunikationsgeräte und Datenträger sicher. Bei der Durchsuchung unterstützten Bereitschaftspolizisten aus Niedersachsen sowie IT-Forensiker. Zudem kamen Datenspeicherspürhunde zum Einsatz. Neben den sachleitenden Beamten der Kripo Hof waren auch zwei Staatsanwälte aus Hof vor Ort.
Ärger für den 26-Jährigen
Der 26-Jährige muss sich nun insbesondere wegen der Drohanrufe im Zusammenhang mit der Hofer Realschule strafrechtlich verantworten. Die Hofer Staatsanwaltschaft und Polizei prüfen darüber hinaus, ob er für weitere vergleichbare Fälle im Bundesgebiet verantwortlich sein könnte. Das Polizeipräsidium Oberfranken prüft zudem die Geltendmachung der durch den umfangreichen Einsatz entstandenen Kosten.













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