Update 07.08.2026 - 09:14 Uhr

Behörde in Afrika will mögliche Ebola-Mutation abklären

Die Zahl der Ebola-Fälle im Kongo steigt, die Zahl der Toten ebenfalls. Gesundheitsexperten sehen einen Wettlauf mit der Zeit - und wollen abklären, ob eine Mutation eine Rolle spielt.

Ein Ebola-Patient wird in einem kongolesischen Behandlungszentrum versorgt. (Archivbild) Bild: Moses Sawasawa/AP/dpa
Ein Ebola-Patient wird in einem kongolesischen Behandlungszentrum versorgt. (Archivbild)

Angesichts der rasanten Ausbreitung der Ebola-Fälle in der Demokratischen Republik Kongo wollen die afrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC und die Weltgesundheitsorganisation WHO überprüfen, ob es möglicherweise eine Mutation des Virus gibt. „Der Schweregrad dieses Bundibugyo-Ausbruchs ist beispiellos“, sagte Jean Kaseya, der Generaldirektor von CDC Afrika, in seinem wöchentlichen Briefing. „Wir leiten einige Untersuchungen ein, um zu verstehen, ob es eine Mutation gab. Wir müssen das abklären und wissen, wie wir damit umgehen können.“

„Dieser Ausbruch übersteigt unsere Möglichkeiten“

Man müsse mittlerweile von 4.000 Fällen ausgehen, sagte Kaseya und verwies darauf, dass die aktuelle Zahl von mehr als 3.900 bestätigten Fällen vom Vortag stamme. Damit sei diese Zahl nach zwölf Wochen mehr als achtmal höher als im vergleichbaren Zeitraum beim westafrikanischen Ebola-Ausbruch 2014 in Westafrika, dem bisher schwersten auf dem Kontinent. Die Zahl der Todesfälle in diesem Zeitraum sei mehr als sechsmal so hoch.

„Wir bauen die Kapazitäten aus, aber dieser Ausbruch übersteigt unsere Möglichkeiten“, sagte Kaseya. Zwar würden neue Labore und neue Behandlungszentren gebaut, „aber wenn wir diesen Ausbruch nicht auf Gemeindeebene stoppen, hat das keinerlei Bedeutung“.

© dpa-infocom, dpa:260806-930-491068/3

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