28.09.2026 - 13:44 Uhr

Türkei: Lehrer an Schule in Osmaniye erschossen

Zu Beginn des neuen Schuljahres wurden in der Türkei Sicherheitsmaßnahmen an Schulen verschärft. Nun gab es erneut einen Angriff auf einen Lehrer, der mutmaßliche Schütze ist ein Angehöriger.

An einer Schule im Südosten der Türkei ist ein Lehrer erschossen worden. (Symbolbild) Bild: Anna Ross/dpa
An einer Schule im Südosten der Türkei ist ein Lehrer erschossen worden. (Symbolbild)

An einer Schule im südosttürkischen Osmaniye ist bei einem Angriff ein Lehrer erschossen worden. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu und lokale Medien berichteten, sei die Lehrkraft nach einem privaten Streit von ihrem Neffen auf dem Schulgelände erschossen worden. Der Lehrer erlag anschließend seinen Verletzungen. Der Gouverneur der Provinz Osmaniye erklärte vor Ort, der Verdächtige sei festgenommen und eine nicht zugelassene Pistole sichergestellt worden. 

Umstände sollen aufgeklärt werden

Die Tat fand auf dem Schulhof der Farabi-Anadolu-Oberschule statt, an der der Lehrer für türkische Sprache und Literatur angestellt war. Der Gouverneur Mehmet Fatih Serdengecti erklärte laut Anadolu, der mutmaßliche Schütze habe im Streit gelegen mit seinem Onkel, außerdem habe es Anzeichen von Schizophrenie gegeben. Nach der Tat seien Rettungskräfte und die Gendarmerie an die Schule gerufen worden. Der durch Schüsse schwer verletzte Lehrer konnte im Krankenhaus nicht mehr gerettet werden. Serdengecti kündigte an, die Staatsanwaltschaft werde die Umstände aufklären, die zu der Tat geführt hätten. Er betonte, es handele sich nicht um einen Angriff auf Schüler oder das Bildungswesen. 

Sicherheitsvorkehrungen an Schulen verschärft

In der Türkei war es bereits im April zu einem Angriff an einer Schule gekommen, damals hatte ein 14-Jähriger um sich geschossen und neun seiner Mitschüler und eine Lehrerin getötet. Auch der Schütze kam bei der Amoktat ums Leben. Die Eltern müssen sich derzeit vor Gericht verantworten. Die Regierung hatte zum Beginn des Schuljahrs mit einer Verschärfung der Sicherheitsvorkehrungen reagiert.

© dpa-infocom, dpa:260928-930-756645/1

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