03.09.2026 - 22:08 Uhr

Umfrage: AfD in Sachsen-Anhalt weiter klar vorn

Ein paar Tage noch bis zur Landtagswahl am Sonntag. Eine neue Umfrage sieht die AfD weiter klar vor der CDU von Ministerpräsident Schulze.

In Umfragen klar vorn: die AfD in Sachsen-Anhalt. Bild: Peter Gercke/dpa
In Umfragen klar vorn: die AfD in Sachsen-Anhalt.

Kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt liegt die AfD laut einer Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag des ZDF weiter klar vor der CDU. Demnach kommt die AfD mit ihrem Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund auf 41 Prozent, ein Punkt mehr als vor einer Woche. Die Christdemokraten von Ministerpräsident Sven Schulze liegen unverändert bei 23 Prozent. Der Landtag von Sachsen-Anhalt wird am Sonntag neu gewählt.

Auf Platz drei folgt in der Umfrage die Linke mit 11,5 Prozent - das sind 1,5 Punkte weniger, als die Forschungsgruppe in der Vorwoche ermittelt hatte. Die SPD verliert 0,5 Punkte und kommt auf 8,5 Prozent, die Grünen stehen unverändert bei 6 Prozent. Das BSW mit 4 Prozent (plus 1 Punkt) und die FDP mit 3 Prozent würden nicht über die Fünf-Prozent-Hürde kommen. Die übrigen Parteien erreichen zusammen 3 Prozent.

Bei einem Wahlergebnis wie in dieser Umfrage würde die AfD laut dem Meinungsforschungsinstitut ihr Ziel verfehlen, alleine zu regieren. Je mehr Parteien den Sprung ins Parlament in Magdeburg schaffen, desto unwahrscheinlicher wird eine absolute Mehrheit für die AfD, die in Sachsen-Anhalt vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft wird. Aktuell regiert in Magdeburg ein Bündnis aus CDU, SPD und FDP.

Deutlicher Vorsprung der AfD auch in anderen Umfragen

Die Forschungsgruppe Wahlen befragte vom 1. bis zum 3. September insgesamt 1.044 Wahlberechtigte. Die Umfrage ist nach Angaben des ZDF repräsentativ, der Fehlerbereich beträgt bei einem Anteilswert von 40 Prozent gut plus/minus drei Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von 10 Prozent gut plus/minus zwei Prozentpunkte.

Der deutliche Vorsprung der AfD vor der CDU in der Umfrage deckt sich mit den Erhebungen anderer Institute. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag von „Nius“ lag die AfD zuletzt bei 43 Prozent und die CDU bei 22 Prozent. Infratest dimap sah die AfD in einer Umfrage für die ARD Ende August bei 42 Prozent gekommen und die CDU bei 22 Prozent.

Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen für den Wahlausgang.

© dpa-infocom, dpa:260903-930-630172/1

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.