14.12.2018 - 14:08 Uhr
VilseckDeutschland & Welt

Geburt Christi im Mittelpunkt: Krippenausstellung in Vilseck

Krippen wohin man sieht: Dies gilt derzeit im Dachgeschoss des Wolfgangsheims im Vilsecker Ortsteil Sorghof. Die Krippenfreunde Vilseck präsentieren bis 6. Januar rund 130 vielfältige Darstellungen - und das zum siebten Mal.

Die Geburt Jesu ist auch im oberpfälzischen Ambiente zu sehen.
von Holger Stiegler (STG)Profil

Den ersten "Hingucker" der Ausstellung gibt es schon im Außenbereich: Dort steht die im Sommer 2010 geschaffene Freikrippe des Vereins mit lebensgroßen Figuren, aus alten Balken wurde dieses besondere Kunstwerk gestaltet. Normalerweise ist sie alljährlich in der Adventszeit neben dem Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz in Vilseck zu finden, in Ausstellungsjahren - also jede vierte Weihnachtszeit - wird sie in Sorghof aufgestellt.

Bereits hier wird deutlich, wo die etwa 75 Vereinsmitglieder ihren Schwerpunkt legen: nämlich auf das Krippenbauen. "Die Fantasie der einzelnen Bauer ist wichtig und grenzenlos", sagt Vorstandsmitglied Konrad Gebert, der die Gesamtkoordination der Ausstellung übernommen hat. So habe man in Vilseck beispielsweise keine Tradition des Figurenschnitzens, wie es in anderen Regionen Nordbayerns der Fall sei. Auf das Bauen kommt es an - und so sind etwa 90 Prozent der ausgestellten Krippen in den vergangenen vier Jahren seit der letzten Ausstellung entstanden. Gezeigt werden sie auf einer Fläche von über 200 Quadratmetern. "Im Juni haben wir mit dem Aufbau begonnen", erzählt 2. Vorsitzender Heinrich Ruppert. Insgesamt rund 700 Arbeitsstunden seien von den Mitgliedern investiert worden, um die Ausstellung in dieser Form zu schaffen. Die Szenarien sind facettenreich - orientalische, altbayerische und sogar oberpfälzische Gestaltungen wechseln sich ab.

Die meisten Darstellungen konzentrieren sich auf das Hauptgeschehen - also die Geburt Christi -, allerdings finden sich auch kleinere Landschaften und zudem Passionskrippen unter den Exponaten. Ähnlich vielfältig verhält es sich mit den Figuren, die beispielsweise aus Stoffen wie Holz, Terrakotta, Gips und Papier sind. Ein ganz besonderes Krippen-Exemplar, das dem Besucher gleich am Eingang ins Auge fällt, ist die Vereinskrippe. Diese wurde, basierend auf einem über 100 Jahre alten Plan mit englischen Maßen, in den 90er Jahren gebaut. Sie besteht aus über 130 Figuren und verschiedenen Szenen.

Der Stellenwert des Krippenbauens in Vilseck lässt sich auch vom aktiven Vereinsleben ableiten: Die Mitglieder treffen sich jeden Freitag zum "Werkabend" im Vereinsheim und einmal pro Jahr wird an sechs bis acht Abenden ein Krippenbaukurs unter fachkundiger Anleitung angeboten, der sich eines großen Zuspruchs - auch weit über die Region hinaus - erfreut.

Detailreich repräsentiert diese Krippe den orientalischen Stil.
Die Vorstandsmitglieder Konrad Gebert (links) und Heinrich Ruppert an der 2010 gebauten Freikrippe des Vereins.
Dass Krippen sogar in Laternen passen, wird in der Ausstellung deutlich.
Wurzeln sind auch in Vilseck ein beliebtes Material, um Krippen zu bauen.
Die Behausung des Geburtsortes von Jesus muss nicht immer ein ebenerdiger Stall sein.
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