Der Technikturm steht schon im Innenhof der Burg Dagestein. Und an diesem Wochenende finden auch die ersten Gesamtproben unter freiem Himmel statt. "Insgesamt läuft alles wirklich sehr gut", betont Rickelt beim Pressegespräch am Donnerstag. Natürlich ist es nicht so, dass alles schon "fertig" sei, wie Co-Regisseurin Lorenz erklärt. Sie sei beispielsweise gerade damit beschäftigt, Gipsfüße zu gießen. Ein gutes Dutzend muss es sein, denn der Gipsfuß soll im Laufe jeder Vorstellung kaputt gehen. "Ich habe das bisher auch noch nie gemacht, aber ich bin zuversichtlich", erklärt sie.
Vilseck feiert Premiere als Festspielort, wie auch Ideengeber und Mitorganisator Stefan Voit betont. Umso wichtiger sei es deshalb auch, dass das Projekt von der Stadt unterstützt und gefördert wird. Eine Summe von etwa 65 000 Euro hat die Kommune zur Verfügung gestellt, ein Teil wird natürlich durch den Ticketverkauf auch wieder eingenommen.
"Aber wir wollen uns Kunst und Kultur auch etwas kosten lassen", sagt Vilsecks Bürgermeister Hans-Martin Schertl - was ihn wohltuend von manch anderen Bürgermeistern und Kommunen in der Region unterscheidet. Er ist überzeugt, dass das Stück ein Erfolg wird. Geplant sind die Burgfestspiele vorerst als einmalige Sache, weitere Aktivitäten in dieser Richtung will er aber nicht ausschließend. "Themen auch für andere Stücke gibt es noch genügend", ergänzt die Kulturbeauftragte der Stadt Adolfine Nitschke.
Am Montag (25. Juni) wird die Bühne im Innenhof aufgestellt, seit dem Beginn der Proben im April sei enorm viel erreicht worden. Rickelt und Lorenz sind begeistert wie schnell sich das heterogene Ensemble - von Theater-Debütanten aus dem Ort bis hin zur professionellen Darstellerin - als Einheit gefunden hat. "Dass sich das so gut ergänzt, ist natürlich der Idealfall", freut sich Rickelt.
Viel wird in dem Stück, das Bernhard Setzwein verfasst hat und sich "bayerische Staatskomödie" nennt, über Kostüme, die Maske und Requisiten transportiert. "Es ist schon eine spezielle Requisitenliste, die uns der Autor mitgegeben hat", sagt Lorenz - und damit meint sie nicht nur die Gipsfüße. Insgesamt hat das Stück drei Spielorte, die voneinander getrennt sind. Folglich wird es auch keine Bühnenumbauten geben. Besonders im 2. Teil , wenn es dunkler wird, kann dann auch mehr mit Licht gearbeitet werden. Neben den Schauspielern werden übrigens auch echte Tiere zum Einsatz kommen - zwei Pferde, die die Kutsche mit "Kutscher" Dominik Gruber ziehen werden. Sowohl die Pferde wie auch die Kutsche sind "echte Vilsecker". www.vilsecktheater.de
Service
Premiere feiert das Stück über Lola Montez, die innerhalb weniger Monate die Grundpfeiler der bayerischen Monarchie erschütterte, am Freitag (29. Juni) um 20 Uhr (Einlass 19 Uhr). Weitere Vorstellungen sind am 30. Juni, 1. Juli, 12. Juli, 13. Juli, 14. Juli, 15. Juli, 20. Juli, 21. Juli sowie 22. Juli. Jeweils drei Stunden vor Beginn der Vorstellung ist das Wettertelefon (0171/4994584) freigeschaltet, um zu erfahren, ob die Vorstellung stattfindet. Für alle Fälle sind vier mögliche Ersatztermine vorgesehen.
Karten beim NT/AZ/SRZ-Ticketservice unter
Telefon 0961/85-550, 09621/306-230 oder 09661/8729-0 und www.nt-ticket.de













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