05.05.2019 - 15:32 Uhr
VilseckDeutschland & Welt

Tauziehen um den Wolf

Polit-und Jagdprominenz gibt sich die Ehre beim ersten Oberpfälzer Rotwildtag. Die Landwirtschaftsministerin macht eine klare Ansage.

Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber sprach vor der Kulisse prächtiger Geweihe auch übers Wolfsmanagement.
von Joachim Gebhardt Kontakt Profil

Wölfe regulieren, Rotwild bewahren: Beim sehr gut besuchten ersten Oberpfälzer Rotwildtag auf Gut Heringnohe bei Vilseck (Landkreis Amberg-Sulzbach) gab es klare Aussagen. Organisiert von der BJV-Bezirksgruppe um Vorsitzenden Alexander Flierl, hat sich die Hege- und Naturschutzschau zu einem Großereignis entwickelt: Zahlreiche Aussteller und Anbieter boten den vielen Hundert Besuchern am Samstag eine prächtige Kulisse rund um Hirsch und Co..

Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber machte in ihrer Ansprache deutlich, dass sie für eine Regulierung des Wolfsbestandes auch auf EU-Ebene eintreten werde, schon aus Sorge um die Weidetiere. Deutschlands oberster Jäger-Chef, DJV-Präsident Hartwig Fischer, kritisierte scharf die Blockade von Wolfs-Entscheidungen durch Bundesumweltministerin Svenja Schulze.

Der Sprecher der Hochwild-Hegegemeinschaft Nord, Eberhard Freiherr von Gemmingen-Hornberg, berichtete von 1960 Stück erlegtem Rotwild im gesamten Bereich zwischen Veldensteiner Forst, Steinwald, Grafenwöhr und Hohenfels. Davon stammten 991 Stück aus dem Süden, erläuterte Markus Perpeet.

Die Trophäen des Jagdjahres besprach Grafenwöhrs Forstdirektor Ulrich Maushake, der das Hegeziel als erfüllt ansah. Der stärkste Hirsch der Schau hatte ein Geweihgewicht von sieben Kilo und erreichte 207 Internationale Punkte.

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