02.11.2018 - 14:10 Uhr
VohenstraußDeutschland & Welt

Insekten vor dem Sucher

Ein Film zum Staunen: Thomas Stock zeigt Szenen aus der Oberpfälzer Insektenwelt. Der Naturfilmer ist Kameramann, Texter, Cutter und Sprecher in Personalunion. Am Montag stellt er seinen neuen Herbstfilm in Weiden vor.

Naturfilmer Thomas Stock widmet sich der Insektenwelt im Oberpfälzer Wald
von Holger Stiegler (STG)Profil

Naturfilme haben ihre ganz eigene Faszination. Und sind äußerst abwechslungsreich: Fauna und Flora, Landschaften und Wälder, Meere und Gebirge. Für spannende Naturfilme bürgt auch Thomas Stock aus Vohenstrauß.

Eben erst lief ein Film von ihm im Rahmen des europaweiten Naturfilmfestival "NaturVision" - am Montag, 5. November (19.30 Uhr), zeigt er auf Einladung des Lions-Club Neustadt/WN-Lobkowitz seinen neuesten Naturfilm "Ein Streifzug durch die Insektenwelt des Herbstes im Oberpfälzer Wald" im Medienraum von Oberpfalz-Medien(Weigelstraße 16, Weiden).

Warum er Naturfilme dreht? "Da steckt alles drin, wofür ich brenne", bekennt der 53-Jährige. Nachdem er als kleiner Junge schon sehr früh sein Interesse an der Natur entdeckt hatte und oft mit Büchern im Freien unterwegs war, um Vögel, Pflanzen und sonstiges "Getier" zu finden und zu bestimmen, sei das, was sich im Jahr 2011 anbahnte, nur die logische Konsequenz gewesen.

In Stuttgart ausgezeichnet

Mit dem Vorgängerfilm "Ein Streifzug durch die Insektenwelt des Frühlings" hatte sich Stock beim "NaturVision"-Festival in Stuttgart beworben. Rund 300 professionelle Einsendungen hatte es gegeben, sein Film war als einer der 40 sehenswertesten Naturfilmproduktionen des letzten Jahres ausgezeichnet worden. "20 Filme wurden in Kinos in Stuttgart gezeigt, weitere 20 - darunter auch meiner - bei den NaturVision-Filmtagen in Neuschönau im Bayerischen Wald", erzählt Stock. Das sei ein gigantisches Erlebnis gewesen, da es auch eine Kino-Premiere für einen seiner Filme war. "Und mitzuerleben, wie gebannt die Zuschauer verfolgen, was auf der Leinwand passiert, ist schon etwas ganz Besonderes", sagt Thomas Stock.

Drei Jahre für 45 Minuten

Für beide Filme war Stock im Umkreis von Vohenstrauß unterwegs. "Hierbei finde ich es gerade interessant, zu zeigen, was in einem begrenzten Raum zu finden ist, wenn man die Augen öffnet. Dadurch werden natürlich auch die Besonderheiten in der Insektenwelt der Region betont", erklärt der studierte Musiker. Für beide Filme betrug die Vorarbeit etwa drei Jahre, bei beiden wurden aus je etwa zehn Stunden Rohmaterial und ungefähr 2000 Einzelclips je 45-minütige Filme. Der Herbstfilm, der am kommenden Montag "Uraufführung" feiert, zeigt sehr ausgefallene, selbst im Fernsehen noch nie gezeigte Verhaltensweisen von Insekten. "Es ist teils zum Schmunzeln, teils zum Staunen, wenn Bläulinge Wespen von Pflanzen katapultieren, Sandgrabwespen den Aushub ihrer Bodennester im Flug in der Umgebung verteilen, Ameisenlöwen auch Käfer fressen und selbst Opfer von Ameisen werden", verrät Stock vorab.

Der Film trägt von vorne bis hinten Stocks Handschrift, denn er ist das komplette "Filmteam" in einer Person: Regisseur, Biologe, Kameramann, Texter, Komponist, Cutter, Colourgrader und Sprecher. Die Insektenwelt im Film ist übrigens als Trilogie angelegt: Den Winterfilm, so hofft Stock, dass er im Sommer 2020 produzieren kann. Die Aufnahmen dafür hat er schon im Kasten.___Karten beim NT/AZ/SRZ-Ticketservice unter Telefon: 0961/85-550, 09621/306-230 oder 09661/8729-0, www.nt-ticket.de, Informationen zu Vortrag und Film unter www.thomasstock.de. Der Lions-Club stellt den Erlös der Veranstaltung für den Sagen- und Märchenpfad bei Georgenberg zur Verfügung.

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