06.09.2026 - 04:02 Uhr

Der Vorhang fällt bei „Immer wieder sonntags“

Jahrzehntelang pilgerten Schlagerfans aus dem gesamten deutschsprachigen Raum für die Show in den Europa-Park.

Mross will mit dem Format weitermachen. (Archivbild) Bild: Silas Stein/dpa
Mross will mit dem Format weitermachen. (Archivbild)

Nach rund 30 Jahren läuft die Schlagersendung „Immer wieder sonntags“ ein letztes Mal im Ersten (10.00 Uhr). Die Live-Show aus dem Europa-Park in Rust war für Millionen Zuschauer Teil ihres Sommerrhythmus – nun fällt der Vorhang. Moderator Stefan Mross (51) aber denkt noch lange nicht ans Aufhören.

„Ich werde nichts vermissen, weil ich weiß, es geht weiter“, sagte Mross zuvor der Deutschen Presse-Agentur. „Der Optimismus ist da, dass es weitergeht.“ Er habe bereits Gespräche mit Fernsehsendern geführt, die Interesse an einer Fortführung hätten. Details nannte er nicht. Den üblichen Sendezeitraum zwischen Mai und September habe er sich 2027 im Kalender freigehalten.

„Immer wieder sonntags“ ging 1995 erstmals auf Sendung, seit 2005 moderiert Mross das Format. Mit seiner Trompete und seiner Nähe zum Publikum gab er der Sendung ihr heutiges Gesicht. Die Quoten waren bis zuletzt stark: Im vergangenen Jahr schalteten im Schnitt 1,26 Millionen Menschen ein, der Marktanteil lag bei rund 17 Prozent.

Sparmaßnahmen als Grund für die Absetzung

ARD und SWR begründeten die Absetzung mit Sparmaßnahmen und dem Wunsch nach neuen digitalen Formaten. Hinter den stabilen Quoten stecke ein strukturelles Problem, so der SWR: Die Sendung erreiche heute rund 30 Prozent weniger Menschen als vor zehn Jahren - weil schlicht weniger Menschen lineares Fernsehen schauen. Für Mross, der im bayerischen Traunstein geboren wurde, bleibt die Entscheidung trotzdem schwer nachvollziehbar. „Von mir aus hätte es in den nächsten zehn Jahren noch weitergehen können“, sagte er.

Was ihn in der letzten Sendung erwartet, weiß er selbst kaum - er durfte bei den Proben nicht dabei sein. „Ich weiß nur, dass Andy Borg und Stefanie Hertel in der Sendung sind“, sagte er lachend. Die letzten 30 Sekunden der Show sollen besonders werden.

© dpa-infocom, dpa:260906-930-639580/1

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