München
09.12.2022 - 14:20 Uhr

Waffen im und Corona-Kritik am Auto: Polizei ermittelt

Beleidigungen am Auto, Schusswaffe, Munition, Beil im Auto und dann auch noch verbotene Aufnahmen. Die Polizei schreibt eine lange Liste von Anzeigen.

Einer Polizeistreife war ein Bildschirm mit den politischen Botschaften in der Heckscheibe eines Autos aufgefallen. Symbolbild: Christoph Soeder/dpa/Symbolbild
Einer Polizeistreife war ein Bildschirm mit den politischen Botschaften in der Heckscheibe eines Autos aufgefallen.

Ein Mann ist am Donnerstag mit Waffen im Auto durch München gefahren und hat über einen Bildschirm an der Heckscheibe beleidigende Kritik an Corona-Schutzmaßnahmen ausgespielt. Der Staatsschutz ermittle nun unter anderem wegen Beleidigung von Personen des politischen Lebens, sagte ein Sprecher der Polizei am Freitag. Es gebe nach dem derzeitigen Ermittlungsstand aber keine konkreten Hinweise, dass es sich bei dem 44-Jährigen um einen sogenannten „Reichsbürger“ handelt.

Einer Polizeistreife war der Bildschirm mit den politischen Botschaften in der Heckscheibe des Autos am Donnerstag aufgefallen. Bei einer Kontrolle fanden die Polizisten eine Schusswaffe, Munition und ein Beil. Für die Schusswaffe besitzt der 44-Jährige nach Angaben der Polizei einen Waffenschein.

Der Mann habe während der Kontrolle zunächst ein Gespräch mit den Polizisten verweigert und dann die Situation als Audioaufnahme auf seinem Handy aufgezeichnet. Nach Angaben der Polizei erwartet ihn deshalb auch eine Anzeige wegen Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes. Der 44-Jährige wurde nach der Sachbearbeitung entlassen.

© dpa-infocom, dpa:221209-99-842125/2

 
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