15.10.2020 - 18:12 Uhr
WaidhausDeutschland & Welt

Polizei deckt bei Großkontrolle über 800 Verstöße auf

Viel zu schnell unterwegs, kein Licht oder Probleme mit den Reifen. Die Großaktion zeigt: Viele Lkw-Fahrer halten sich nicht an die Verkehrsregeln. Das Innenministerium kündigt Konsequenzen an

Großkontrolle auf der A6 am Mittwoch bei Waidhaus. Auch die Schleierfahndung war vor Ort.
von Mareike Schwab Kontakt Profil

Die bayrische Verkehrspolizei hat bei einer bundesweiten Großaktion am Mittwoch verstärkt Lastwagen und Busse kontrolliert. Auch die Oberpfälzer Polizei beteiligte sich mit 300 Beamten an der Aktion.

Bei der Kontrollstelle auf der A 6 in Fahrtrichtung Tschechien lag der Fokus auf Gefahrguttransportern. Insgesamt überprüften die Beamten auf dem Parkplatz Ulrichsberg-Süd 319 Lastwagen und Omnibusse. Die Polizei beanstandete 78 Fahrzeuge, unter anderem wegen Verstößen gegen die Lenkzeiten sowie Ladungssicherungs- und-, Geschwindigkeitsvorschriften. Sechs Fahrzeugen untersagten sie die Weiterfahrt. Insgesamt gab es in der Oberpfalz elf Verstöße gegen technische Vorschriften. Die Fahrzeuge hatten beispielsweise fehlende Beleuchtung oder defekte Fahrgestelle.

Großkontrolle auf der A6

Bei Fahndungs- und Pkw-Kontrollen, welche die Oberpfälzer Polizei auch zur Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität durchführte, wurden drei Personen ohne gültigen Pass entdeckt. Außerdem stellten die Beamten eine geringe Menge Marihuana sicher und deckten zwei Verstöße gegen das Waffengesetz auf.

In ganz Bayern kontrollierte die Polizei insgesamt 2529 Lastwagen und Busse. In 873 Fällen stellten die Beamten zum Teil gleich mehrere Verstöße fest. Im vergangenen Jahr seien es noch 632 Verstöße bei 1825 Kontrollen gewesen.

Mit der Aktion wollte Roadpol, das europäische Netzwerk der Verkehrspolizeien, die Zahl der Unfälle im Schwerverkehr reduzieren. Wegen der Coronakrise war zwar deutlich weniger los auf den Straßen. Die Unfälle mit Lkw gingen laut Ministerium im ersten Halbjahr 2020 sogar um 25 Prozent zurück. Trotzdem kamen bei Unfällen im Schwerverkehr 58 Menschen ums Leben - acht mehr als noch im Vorjahreszeitraum. Das Innenministerium will deshalb auch in Zukunft verstärkt Lkw kontrollieren.

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