11.08.2026 - 09:31 Uhr

Von wegen Paradies: Inseln des Schreckens

Adwin de Kluyver zeigt Inseln, auf denen Utopien scheiterten und Experimente aus dem Ruder liefen. Was steckt hinter den düsteren Geschichten der „Inseln des Guten und Bösen“?

Inseln ragen aus dem Meer. (Symbolbild) Bild: Manuel Meyer/dpa-tmn
Inseln ragen aus dem Meer. (Symbolbild)

Inseln sind für viele Orte der Sehnsucht, wir verbinden mit ihnen idyllische Bilder von Ruhe und Abgeschiedenheit. Weniger paradiesisch geht es auf den Inseln zu, die Adwin de Kluyver für sein Buch „Die Inseln des Guten und Bösen“ ausgesucht hat. 

Hier erzählt er die Geschichte von Inseln, die zu Orten meist gescheiterter Utopien und Experimente wurden. Auf einigen fanden sogar blutige Revolten statt, andere mussten als Gefängnisse oder Müllhalden herhalten. Die unlängst verfilmte Geschichte von deutschen Aussteigern auf der Galapagos-Insel Floreana zeigt etwa, wie der Traum vom idealen Inselleben in Zwietracht und Verbrechen enden kann. 

Nicht freiwillig, sondern aus der Not geboren fanden 1790 die Meuterer des Schiffes Bounty eine Zuflucht auf der Pazifikinsel Pitcairn. Bis heute lebt eine Handvoll Abkömmlinge der Seeleute auf dem isolierten Eiland. 

Geradezu abschreckend ist das Schicksal der Atlantikinsel Gruinard. Sie wurde während des Zweiten Weltkriegs zum Schauplatz von Experimenten mit dem Milzbranderreger als biologische Waffe. Und vielleicht ist es ja kein Zufall, dass George Orwell seinen dystopischen Roman „1984“ ausgerechnet auf der schwer zugänglichen Hebrideninsel Jura schrieb, deren unwirtliches Klima seine Gesundheit vollends ruinierte. 

Wer noch mehr gruselige und spannende Inselgeschichten lesen möchte, kann nach Lust und Laune durch das mit Karten und Bildern aufgelockerte Buch stöbern.

© dpa-infocom, dpa:260811-930-512446/1

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