Von wegen Tea-Time: Die Briten rettet nicht mal ein Zaubertrank

Der Ärger über das Brexit-Chaos nimmt immer mehr zu. Mittlerweile könnten nicht einmal mehr die Gallier helfen, meint Frank Werner.

Geknickt: Theresa May, Premierministerin von Großbritannien, beim EU-Gipfel in Brüssel.
von Frank Werner Kontakt Profil
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Die spinnen, die Briten! Beim Teutates! Obelix hatte Recht. Sein Ausspruch, als er seine Verwunderung über das Gebahren der Insulaner äußerte, ist aktueller denn je. Albert Uderzo und René Goscinny hatten bei "Asterix bei den Briten" den richtigen Riecher, dass etwas faul ist im Lande von Teefax und Co.

In dem Comic beenden die Briten die Kämpfe mit den Römern um Punkt 17 Uhr, um heißes Wasser zu trinken. Dumm gelaufen, da helfen nur noch die Gallier mit ihrem Zaubertrank. Wenn man das Brexit-Chaos der letzten Wochen als Vergleich nimmt, kann man in der Tat nur noch feststellen, dass die Briten tatsächlich gewaltig einen im Tee haben.

Wenn es alles nicht so traurig wäre, könnte man über das Schauspiel im Unterhaus schallend lachen. Skurrile und antiquierte Rituale wären ja noch okay, aber in all ihrer Zerstrittenheit, ihrem Egoismus und ihrer Eigenbrötlerei vergessen die Briten, dass sie nicht allein auf der Welt sind. Allen voran Theresa May, die mit ihrem Gepöbel gegen das eigene Parlament alles noch schlimmer macht. Die Premierministerin hat seit dem Referendum vor nun 1000 Tagen nichts auf die Reihe gebracht. Dass May überhaupt noch im Amt ist, liegt nur an der Schwäche ihrer Gegner.

Nur die Rosinen rauspicken - so läuft der Laden nicht, das muss auch der letzte EU-Kritiker kapiert haben. Die EU hat den Briten alle Brücken gebaut, allen voran Kanzlerin Angela Merkel. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat Recht, wenn er sagt: Es reicht, endgültig. Der jetzt ausgerufene Aufschub muss der Allerletzte sein. Schluss mit lustig. Da hilft nicht mal mehr ein kräftiger Schluck Zaubertrank von Miraculix .

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