Amberg-Sulzbach und Tirschenreuth holen beim Einkommen auf

Nach einer Studie liegt die Stadt Regensburg beim Pro-Kopf-Einkommen in der Oberpfalz vorn. Doch vor allem die Landkreise Amberg-Sulzbach und Tirschenreuth machen kräftig Boden gut.

Der Landkreis Tirschenreuth hat beim Pro-Kopf-Einkommen kräftig aufgeholt.
von Frank Werner Kontakt Profil

In Deutschland gibt es einer Studie zufolge nach wie vor ein riesiges Wohlstandsgefälle zwischen den Regionen. Im bundesweit wohlhabendsten Landkreis Starnberg bei München war das durchschnittlich verfügbare Pro-Kopf-Einkommen der Privathaushalte zuletzt mit 34 987 Euro mehr als doppelt so hoch wie in Gelsenkirchen. Die Stadt in Nordrhein-Westfalen bildete mit 16 203 Euro pro Kopf das Schlusslicht im Einkommens-Ranking. Das geht aus einer neuen Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftlichen Hans-Böckler-Stiftung hervor.

In der Oberpfalz liegt beim verfügbaren Einkommen für das Jahr 2018 wie gehabt die Stadt Regensburg mit 23 001 Euro vorn, gefolgt von den Landkreisen Neumarkt (22 950 Euro) und Regensburg (21 866 Euro). Auf Platz vier rangiert laut Studie Amberg mit 21 583 Euro vor den Landkreisen Amberg-Sulzbach (21 427 Euro), Cham (21 238 Euro), Neustadt/WN (21 083 Euro), Tirschenreuth (21 082 Euro) und Schwandorf (20 927 Euro). Schlusslicht ist Weiden mit 20 181 Euro.

Bei den realen Zuwächsen seit dem Jahr 2000 hat Amberg-Sulzbach mit einem Plus von 23,8 Prozent am meisten aufgeholt, gefolgt von Cham (23,2 Prozent) und Tirschenreuth (21,0 Prozent). Eine Abnahme verzeichneten dagegen die Städte Weiden (minus 2,3 Prozent) und der Landkreis Regensburg (minus 2,6 Prozent).

Städte und Kreise mit besonders niedrigem Einkommen waren bundesweit in Teilen des Ruhrgebiets, des Saarlands und Niedersachsens zu finden. Doch vor allem Ostdeutschland liege auch 30 Jahre nach der Wende weiterhin deutlich hinter dem restlichen Bundesgebiet, berichteten die Forscher. In nur 6 von 77 Ost-Kreisen und kreisfreien Städten überschritt das Einkommen pro Kopf die Marke von 20 000 Euro, während im Westen 284 von 324 Kreisen und Städten darüber lagen.

Über die höchsten Pro-Kopf-Einkommen verfügten demnach die privaten Haushalte im Landkreis Starnberg bei München, in der Stadt Heilbronn und im Hochtaunuskreis bei Frankfurt - mit jeweils deutlich mehr als 30 000 Euro. Schlusslichter im Einkommens-Ranking waren neben Gelsenkirchen Duisburg und Halle an der Saale, wo das Pro-Kopf-Einkommen bei weniger als 18 000 Euro lag. Bei ihrer Auswertung stützten sich die Forscher auf die jüngsten Daten der Statistischen Ämter der Länder und des Bundes.

Die reichste Großstadt war der Studie zufolge nach wie vor München mit einem Pro-Kopf-Einkommen von 29 685 Euro. Mit deutlichem Abstand folgten Stuttgart (25 012 Euro), Düsseldorf (24 882 Euro) und Hamburg (24 421 Euro). Deutlich schlechter schnitten vor allem Leipzig (17 770 Euro) und Duisburg (16 881 Euro) ab.

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