Ausstellung: Ikonen und Emotionen

Barack Obama, Marilyn Monroe oder Che Guevara: Alle drei gehören sie zu Patrick Domos "Ikonen". Seine Werke, in denen es mehr um Emotion als um wahrheitsgetreue Darstellung geht, zeigt der Künstler im Stadtmuseum Weiden.

Patrick Domo wird im Rahmen der Ausstellung auch seine Sicht auf Marilyn Monroe zeigen.
von Holger Stiegler (STG)Profil

Vielen Menschen erscheinen konkrete Personen vor dem inneren Auge, hören sie den Begriff "Ikonen". Da geht es Patrick Domo nicht anders. Der 23-Jährige aus Rupprechtsreuth bei Mantel (Kreis Neustadt/WN) geht aber noch einen Schritt weiter: Er bringt diese "Icons" mit Acryl auf großformatige Leinwand. Von kommendem Samstag (3. November) an zeigt er bis zum 30. November eine Auswahl seiner Werke im Stadtmuseum Weiden.

"Zum Malen bin ich 2015 gekommen", erzählt Domo. Als eine Art "Kontrastprogramm" zum BWL-Studium habe er das anfangs gesehen, allerdings habe er sich dann immer mehr in die Materie vertieft. Nun stellt er zum ersten Mal alleine im Stadtmuseum aus, nachdem seine Werke schon bei verschiedenen Gruppenausstellungen zu sehen waren. Sein bisheriges Schaffen besteht aus zwei großen Serien - zum einen "Icons", zum anderen "Untitled".

Die "Icons" waren zuerst da, sind aber noch nicht abgeschlossen. Etwa 15 Motive gibt es mittlerweile in der Serie. "'Icons' zeigt Ikonen aus verschiedenen Bereichen der Pop-Kultur und der Geschichte. Dabei setze ich mich mit dem Charakter, aber auch mit der gesellschaftlichen Rezeption auseinander", so der Künstler. Ausgewählt hat er dabei Personen, die ihn selbst faszinieren und deren Status als "Ikone" gerechtfertigt ist. Dazu gehören unter anderem Barack Obama, Marilyn Monroe, Audrey Hepburn, Che Guevara, aber auch aktuelle Stars wie Kim Kardashian. "Mit geht es dabei aber nicht darum, die Personen so real wie möglich darzustellen, sondern um das Gefühl, das ich dabei habe", betont Patrick Domo.

"Inspirationsquelle für meine Arbeit sind aktuelle sowie Künstler des vergangenen Jahrhunderts", erklärt Domo. Während die erste Serie "Icons" stark von Pop-Artists und Spontanrealisten wie Voka, Ryan Hewett oder Francoise Nielly beeinflusst wurden, liefert der englische Maler Francis Bacon die Grundlage zum Verständnis der zweiten Serie "Untitled". "Diese Serie befasst sich mit der Emotion und dem Inneren der dargestellten Szene. Ich verzichtet komplett auf die reale Darstellung der Figur, um den wahren Kern besser erfassen zu können", erläutert Domo. Die Maltechnik betone das Motiv der Vergänglichkeit und den flüchtigen Geist, der nur schwer zu erfassen sei.___Nach der Vernissage am Samstag, 3. November ist die Ausstellung Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr und 14 bis 16.30 Uhr sowie Samstag von 10 bis 17 Uhr zu sehen. Weitere Infos unter www.patrickdomo.com oder www.instagram.com/patrick_domo.

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