Meinung: Die Bischöfe können sagen was sie wollen: Ostergottesdienste werden Leben kosten

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Man kann es nicht mehr hören: Kirchen sollen sicher vor Ansteckungsrisiken sein. Dabei ist völlig klar, dass jede Begegnung ein Risiko bedeutet. Und Osterfeiern sorgen für viele Begegnungen und viel Risiko, kommentiert Wolfgang Würth.

Nur so gibt es kein Ansteckungsrisiko in der Kirche
von Wolfgang Würth Kontakt Profil
Kommentar

Die Penetranz, mit der die beiden Kirchen an Präsenzgottesdiensten festhalten, macht ratlos. Diese Gottesdienste gefährden Leben und werden wohl auch Leben kosten.

So oft die Bischöfe auch das Gegenteil behaupten - natürlich wird das Coronavirus auch in Gotteshäusern oder auf dem Weg dorthin übertragen. Man kann diese Übertragungen meist nicht zurückverfolgen, aber sie passieren. Es ist eine Frage der Wahrscheinlichkeitsrechnung: Wo sich Menschen treffen, gibt es Ansteckungsrisiken. Je mehr sich treffen, desto häufiger wird aus dem Risiko eine konkrete Ansteckung.

Deshalb war die Osterruhe im Grunde eine gute Idee: Würde es gelingen, für vier Tage keine Kontakte zuzulassen, es wäre viel gewonnen gegen die Pandemie. Dass Geschäftsleute damit ein Problem haben, leuchtet ein. Ihr Erfolg wird am Umsatz gemessen, ihre Existenz hängt davon ab.

Worauf kommt es den Kirchen an? Offenbar nicht auf gesunde Gläubige. Gerade Senioren besuchen Gottesdienste, ihnen fällt es schwer, zum Schutz daheim zu bleiben. Die Kirchen hätten die Entscheidung abnehmen, ein schlechtes Gewissen verhindern und die Gesundheit schützen können. Sie haben sich dagegen entschieden.

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