Finanzforum: 30 Jahre Dax - eine Erfolgsgeschichte

Der Dax feierte im Juli seinen 30. Geburtstag. Beim von Oberpfalz-Medien organisierten Finanzforum erklären Experten, warum das eine Erfolgsgeschichte ist - und wie unsere Leser daran teilhaben können.

Die große Anzeigetafel zeigt in der Börse die Entwicklung des DAX.
von Julian Trager Kontakt Profil

Der Deutsche Aktienindex Dax ist vor kurzem 30 Jahre alte geworden - er ist aber noch lange kein Auslaufmodell. Die Erfolgsgeschichte wird weitergeschrieben. Das sagen alle Experten, die sich mit dem Dax auseindandersetzen. Jens Wilhelm, Vorstand von Union Asset Management, prognostiziert für den 50. Dax-Geburtstag einen Stand von 32 000 Punkten.

Hans Joachim Reinke, Vorstandsvorsitzender der Union Investment, sagt: "Der Index stehe für die Stärke der deutschen Wirtschaft und sei damit aber zugleich auch ein Angebot an alle Bürger, an diesem Wohlstand teilzuhaben." Das machen noch zu wenige Menschen in Deutschland. "Wir haben immer noch Luft nach oben", sagt Reinke. Nur zehn Prozent der privaten Geldvermögensbestände in Deutschland bestehen aus Aktien und Anteilsrechten.

Warum sich das ändern sollte, erklären drei Experten beim Finanzforum am 20. September in Weiden - das von Oberpfalz-Medien in Zusammenarbeit mit der Fondsgesellschaft Union Investment und der Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz veranstaltet wird. Leser stellen ihre Fragen zu Finanzthemen, die Experten Franz-Josef Leven (Stellvertretender Geschäftsführer vom Deutschen Aktieninstitut in Frankfurt), Klaus Riester (Geschäftsführer der Union Investment Privatfonds) und Rudolf Winter (Vorstandssprecher der VR Nordoberpfalz) antworten und geben Tipps.

Als der Dax am 1. Juli 1988 startete, spielten Aktien für die breite Bevölkerung kaum eine Rolle. Es gab in Deutschland 3,2 Millionen direkte Aktionäre und deutlich weniger Besitzer von Investmentfonds. Allenfalls interessierte Randgruppen verfügten über ein Wertpapierdepot mit Aktien. Heute ist der Dax eine starke Marke. Im vergangenen Jahr hatten 4,9 Millionen Deutsche eine Aktie im Depot, mehr als 7 Millionen Menschen haben in Aktienfonds investiert. Immerhin.

Ein Haupthindernis für die Zurückhaltung sieht Union-Investment-Vorstand Reinke in der mangelnden finanziellen Bildung: "Wenn sich junge Menschen bei der Geldanlage eher zu Sportwetten hingezogen fühlen als zur Aktienanlage, sollte uns das zu denken geben." Das Aktiensparen brauche bessere politische Rahmenbedingungen. Denn: "An der Evolution des Sparens führt kein Weg vorbei."

Der Dax habe laut Reinke in den 30 Jahren eindrucksvoll bewiesen, was Aktien leisten können: "Sicher werden wir alle immer mal wieder Geduld aufbringen müssen, wenn der Dax mal wieder eine Berg- und Talfahrt vollführt. Aber das hat sich langfristig immer ausbezahlt." Es gab aber auch Rückschläge. Nach Platzen der Dotcom-Blase machte Anleger, die in den Jahren 2000 bis 2002 investiert haben, schwere Verluste. Es waren die einzigen aufeinanderfolgenden Jahre der Dax-Geschichte, in der rote Zahlen geschrieben wurden. In den nächsten fünf Jahren kletterten die Kurse wieder kräftig, vier Mal sogar mit mehr als 20 Prozent pro Jahr.

"Wer seit 1988 am Ball geblieben ist, der konnte sich in den allermeisten Jahren über einen üppigen Gewinn freuen", sagt Jürgen Hackenberg, Leiter Aktien Europa bei Union Investment. Er sieht den Dax auch für die Zukunft gut aufgestellt. "Den Anlegern sollte nicht bange sein." Zwar ist es nicht auszuschließen, dass einige der heutigen Dax-Mitglieder irgendwann aus dem Index fallen könnten, aber: "Den Dax als erfolg- und ertragreichen Aktienindex wird es weiter geben."

Info:

Anmeldung erforderlich

Die Teilnahme am Finanzforum von Oberpfalz-Medien am 20. September von 18 bis 21 Uhr ist kostenlos. Veranstaltungsort ist das Verlagsgebäude "Der neue Tag" in der Weigelstraße 16, Weiden, Medienraum im Erdgeschoss. Voraussetzung für die Teilnahme ist jedoch die verbindliche Anmeldung. Teilnehmer können ihre Fragen per E-Mail unter leserservice[at]oberpfalzmedien[dot]de, im Internet unter onetz.de/finanzforum oder per Telefon 0961/85-501 einreichen.

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