Meinung: Die Frist ist abgelaufen - der Skandal noch lange nicht

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Es geht – bisher – nicht um Millionenbeträge. Und illegal waren die Handlungen wohl auch nicht. Und dennoch wiegt der Maskenskandal in der Union besonders schwer. Auch wegen der Umstände, kommentiert Wolfgang Würth.

Provision für Masken werden zum Skandal
von Wolfgang Würth Kontakt Profil

Die Frist in der Unionsfraktion ist abgelaufen. Es hat sich kein weiterer Abgeordneter bekannt, sich die Taschen vollgemacht zu haben mit der Vermittlung von Schutzmasken. Ein Grund durchzuatmen ist das nicht - schon weil dies noch lange nicht bedeutet, dass es wirklich keine weiteren Fälle gegeben hat. Und selbst wenn: Die bisherigen Fälle sind schlimm genug. Die Tragweite dieser Handlungen ist von vielen noch gar nicht voll erfasst worden.

Schließlich geht es nicht darum, dass sich jemand "nur" nicht beherrschen kann und eine Gelegenheit ausnutzt. Es geht hier auch um den besonderen Zeitpunkt. Es waren die Tage im Frühjahr 2020, als ganz Deutschland die Luft anhielt. Niemand war vorbereitet, niemand wusste, was passieren, wie schlimm es werden würde.

In dieser Zeit der angehaltenen Luft sind diese Abgeordneten bereits so abgebrüht, um die Situation zum eigenen Vorteil zu nutzen. Was sind das für Leute, dass sie sogar dann nur an ihren Vorteil denken? Wie denken sie über das Gemeinwohl, wie über ihre Rolle im Bundestag? Über diese Fragen sollte man nachdenken. Und darüber, wie sich verhindern lässt, dass solche Charaktere auf diese Posten gelangen.

Söder zur Maskenaffäre

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