Hitzeschäden auf der A93 wenig wahrscheinlich

Erst Autobahnen in Baden Württemberg, nun der Flughafen in Hannover: Mit der Hitze kommen Schäden an Betonstraßen. In der Region besteht laut Autobahndirektion derzeit keine Gefahr. Der Grund sind vergangene Baumaßnahmen, die aber ihren Preis haben.

Schock auf der A93: 2013 wölbte sich der Asphalt an der Anschlussstelle Abensberg durch die Hitze auf.
von Wolfgang Würth Kontakt Profil

Auf den Autobahnen im Bereich der Autobahndirektion Nordbayern gebe es derzeit keine Blow-Up-Gefahr durch Hitze. Dies gilt auch für die hier verlaufenden Abschnitte der A3, der A6 und der A93. Dies betont die Autobahndirektion auf die Nachfrage, ob Vorsichtsmaßnahmen wegen hitzebedingter Straßenschäden geplant seien. In Baden-Württemberg wurde auf den Autobahnen A7 und A81 tagsüber als Vorsichtsmaßnahme eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 Kilometern pro Stunde erlassen. Auf der Start- und Landebahn des Flughafens Hannover traten am Dienstagabend tatsächlich solche Schäden auf, mehrere Starts und Landungen mussten entfallen.

Die Autobahndirektion Nordbayern gibt sich dagegen entspannt: "Geschwindigkeitsbeschränkung oder andere Maßnahmen (z.B. Warntafeln etc.) sind aufgrund der Temperaturen bisher noch nicht notwendig", schreibt Franz Schmidt. Laut des Behördensprechers habe die Direktion allerdings zusätzliche Kontrollfahrten auf Nordbayerns Autobahnen veranlasst, so dass sie im Bedarfsfalle schnell reagieren könnte. Bislang seien die Temperaturen noch nicht anhaltend über 30 Grad gestiegen, die Nächte seien noch relativ kühl, so dass die Straßen immer wieder abkühlen können.

Auch wenn sich das ändert, bedeute dies noch nicht, dass es zu Schäden an den Betonstraßen kommt. "Nach dem Auftreten von Hitzeschäden im Sommer 2013 hat die Bayerische Straßenbauverwaltung unverzüglich ein Expertenteam zur Schadensanalyse beauftragt, um die Gefahr von weiteren Hitzeschäden, insbesondere von sogenannten Blow-ups, schnellstmöglich zu beseitigen", erklärt Schmidt. Auf der A 3, der A92 und auch der A 93 seien in den Jahren 2016 und 2017 querlaufenden Asphaltbänder eingelassen worden.

"Die Asphaltstreifen können sich bei hohen Temperaturen zusammenschieben und eine Aufwölbung bilden. Dies verhindert, dass sich die Betonplatten der Fahrbahn selbst aufwölben und für Autofahrer und Motorradfahrer gefährlich werden. "Im Ergebnis waren seit 2017 keine hitzebedingten Geschwindigkeitsbegrenzungen mehr notwendig", erklärt Schmidt.

Die Maßnahme bringe aber auch Nachteile: Die Asphaltstreifen müssen regelmäßig glatt gefräst werden, damit sie Verkehrsgefährdungen werden. Aus diesem Grund gebe es auch entlang der A 93 und der A 3 häufiger Warnschilder, die auf Unebenheiten hinweisen, manchmal seien diese auch mit Geschwindigkeitsbeschränkung verbunden. Außerdem werde durch die Entspannung der Betonplatten deren Lebensdauer erheblich verkürzt. "Wir sehen daher eine grundhafte Erneuerung der betroffenen Autobahnen vor." Wenn die Betonpisten durch Asphalt ersetzt sind, ist die Gefahr ohnehin gebannt.



Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.