Weiden in der Oberpfalz
29.10.2018 - 17:54 Uhr

Die Hymnen der Helden

Adele, David Bowie, John Lennon, Michael Jackson und Prince. Alle musikalischen Helden zusammen auf der Bühne. Markus Engelstaedter, seine Band und die Nürnberger Symphoniker machen's möglich.

Markus Engelstaedter und die Nürnberger Symphoniker begeisterten am Sonntag mit "Heroes" in der Max-Reger-Halle. Bild: stg
Markus Engelstaedter und die Nürnberger Symphoniker begeisterten am Sonntag mit "Heroes" in der Max-Reger-Halle.

Jeder hat seine eigenen Helden. Dass diese, gerade für einen Sänger, aus dem musikalischen Bereich kommen, versteht sich von selbst. Und doch sind es auch Helden, die bei den Zuhörern in der nahezu ausverkauften Max-Reger-Halle am Sonntagabend für große Begeisterung sorgen.

Markus Engelstaedter, seine Band und die Nürnberger Symphoniker unter der Leitung von Thomas Dorsch präsentieren eine Auswahl seiner Helden, seiner "Heroes", wie er das Programm genannt hat.

Für den aus Pressath stammenden Engelstaedter ist es in Weiden praktisch ein Heimspiel, im Publikum sitzen dementsprechend viele Bekannte. Sie alle nimmt er mit zu jenen Künstlern, die ihn an die Rock- und Popmusik heranführten, die ihn musikalisch prägten, die ihn beeindruckten. "Auch der ist leider schon verstorben", wird Engelstaedter immer wieder im Laufe des Abends sagen (müssen). Doch viele seiner Helden haben sich mit ihrer Musik unsterblich gemacht, wie die Künstler auf der Bühne eindrucksvoll unter Beweis stellen. Neben David Bowie sind dies auch Prince, Lou Reed, Michael Jackson, Freddie Mercury oder John Lennon.

Der Auftakt gehört aber erst einmal den Symphonikern und der Titelmusik von "Game of Thrones": Klangvoll und majestätisch kommt diese Melodie daher und legt die Basis für einen exzellenten "Symphonic Rock"-Abend. Schon mit seinem ersten Auftritt überrascht dann Engelstaedter, mit der Hymne "Hello" der Sängerin Adele begrüßt er die Zuhörer. Und demonstriert damit, dass zum einen nicht alle "Heroes" bereits gestorben sind und dass zum anderen auch ein Mann dem Song eine ganz eigene Dynamik verleihen kann. Wohltuend für die Ohren bleibt den ganzen Abend über der Sound: Die exzellente Arbeit der Verantwortlichen an der Technik garantiert glasklare Töne, die sich auch in den bombastischen Momenten des Abends eben nicht in einen Musikbrei verwandeln.

Die Klassiker der Musikgeschichte hat Engelstaedter für dieses Programm eigens symphonisch arrangieren lassen - und es waren keine schlechten Leute am Werk. Die Zuhörer können sich so freuen über beeindruckende Versionen von Chris Cornells "Black Hole Sun", Davis Bowies "Life on Mars" bis hin zu Queens "Who wants to live forever" und dem Prince-Medley "Cream/Kiss" freuen. Ein besonderer Höhepunkt des Abends ist der "007"-Block: Eine fulminante Instrumentalversion des legendären James-Bond-Themas, kombiniert mit einem "Writings on the Wall" aus "Spectre", bei dem sich auch Sam Smith warm anziehen muss, sowie den weiteren Titelsongs "You know my Name" und "Live and let die".

Die stimmlichen Qualitäten Engelstaedters sind ein Garant für den Erfolg des Abends - aber nicht der einzige. Thomas Dorsch und seine Symphoniker wissen ebenfalls auf ganzer Linie zu überzeugen und zeigen ein facettenreiches Klangvolumen. Auch die Band (Jan Miserre, Sven Faller, Christoph Huber und Andreas Blüml) setzt klangvolle Akzente, beispielsweise bei Michael Jacksons "Billie Jean". Gekrönt wird der Auftritt mit den beiden Zugaben "I don't like Mondays" und "Purple Rain". Standing Ovations für einen grandiosen Abend.

Markus Engelstaedter und die Nürnberger Symphoniker begeisterten am Sonntag mit "Heroes" in der Max-Reger-Halle. Bild: stg
Markus Engelstaedter und die Nürnberger Symphoniker begeisterten am Sonntag mit "Heroes" in der Max-Reger-Halle.
Markus Engelstaedter und die Nürnberger Symphoniker begeisterten am Sonntag mit "Heroes" in der Max-Reger-Halle. Bild: stg
Markus Engelstaedter und die Nürnberger Symphoniker begeisterten am Sonntag mit "Heroes" in der Max-Reger-Halle.
 
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