Meinung Kommentar zu Corona und Lockdown: Besser ein Ende mit Schrecken ...

Das Land braucht dringend einen Lockdown. Es gibt keine Alternative, kommentiert Wolfgang Würth. Das heißt aber nicht, dass die Folgen einer erneuten Vollbremsung nicht auch schlimm werden.

Ein Schild mit der Aufschrift "Maskenpflicht" in deutscher und tschechischer Sprache ist an einer Tür angebracht. Der Landkreis Regen ist weiterhin Corona-Hotspot.
von Wolfgang Würth Kontakt Profil
Kommentar

Es gibt zu einem schnellen und harten Lockdown keine Alternative. Die Politik hat alles versucht – und ist erfolglos geblieben. Bis Weihnachten zu warten, wäre fahrlässig.

Dabei darf man sich keiner Illusion hingeben. Auch die Konsequenzen des Lockdowns werden furchtbar sein – für Kinder aus benachteiligten Familien etwa, die im Distanzunterricht noch weiter den Anschluss verlieren werden, weil ihnen daheim Technik und oft auch Förderung fehlt. Furchtbar wird der Lockdown auch für viele Selbstständige und Kleinunternehmer, die in ihrer Existenz bedroht sind. Mit all seinen Programmen und Paketen: Der Staat wird nicht alles auffangen, was die erneute Vollbremsung kosten wird.

Und trotzdem: Es gibt keine Alternative, als die Coronazahlen auf ein beherrschbares Niveau zu senken. Jeder, der Einblick in die Not und das Elend in den Krankenhäusern hat, bestätigt das. Die Politik hat es mit Appellen versucht, mit letzten Warnungen – und dann mit allerletzten.

Wir alle haben aber bewiesen, dass sich das Problem nicht auf freiwilliger Basis lösen lässt. Während „Querdenker“ und Corona-Leugner in ihrem asozialen Verhalten konsequent sind, ist der großen Mehrheit zwar die Gefahr bewusst. Und doch sind wir alle inkonsequent, sind doch unterwegs, treffen trotzdem Freunde. Das ist so menschlich, darf zum Wohle aller aber erst einmal nicht mehr sein.

Weiteres „Lavieren“ würde dem Kleinunternehmer und dem benachteiligten Schüler schließlich nicht helfen, es würde das „Dahinsiechen“ nur verlängern. Die Umsätze sind auch ohne hartem Lockdown eingebrochen – der Unterricht erreicht schon jetzt nicht mehr alle gleich gut. Hätte es den harten Schnitt Anfang November gegeben, das Schlimmste läge schon hinter uns. Deshalb gilt so sehr wie wohl noch nie: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

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Kommentare

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Kalle Dobler

d'accord

11.12.2020