Kommentar zum Gipfel: Findet die EU den Weg aus der ewigen Krise?

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Diesmal wird es wichtig für die EU: Wenn sich die Regierungschef in Brüssel treffen, geht es um Coronahilfe – und um viel mehr. Schaffen es die EU-Staaten, über ihre nationalen Schatten zu springen, frägt Redakteur Wolfgang Würth.

Die EU-Spitze tagt in Brüssel.
von Wolfgang Würth Kontakt Profil
Kommentar

Wie oft wurden EU-Gipfel schon als "wegweisend" angekündigt. Für das Treffen der Staats- und Regierungschefs am Wochenende in Brüssel ist das Prädikat einmal angemessen. Die Zutaten stünden bereit: Es geht um eine gefährliche Pandemie, viel Geld - und um eine EU-Neuausrichtung.

Bislang waren sich die Staaten in Sonntagsreden einig, dass es bei der EU um europäische Solidarität geht. Ansonsten ist man sich einig, für nationale Interessen auf die Solidarität zu pfeifen.

Dass es diesmal anders werden könnte, dafür spricht ausgerechnet die deutsche Haltung. Die Bundesregierung hatte sich zuletzt vom Bremser zum Befürworter eines stärkeren Miteinanders gewandelt. Selbst Eurobonds - gemeinsame EU-Anleihen - kann sich Deutschland vorstellen, wenn auch unter anderem Namen.

Die neue Haltung berücksichtigt die Tatsache, dass auch ein Exportweltmeister nicht zurück zum Erfolg finden wird, wenn Italiener und Franzosen keine deutschen Waren mehr kaufen. Sollte man sich tatsächlich einigen, könnte das den Stillstand insgesamt beheben und die europäische Integration voranbringen.

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