Konzerte jenseits des Mainstreams

"Wir veranstalten Konzerte, die sich auch in einer Großstadt sehen lassen können", sagt Christoph Thomas, Vorsitzender des Förderkreises für Kammermusik bei der Vorstellung des neuen Jahresprogramms 2018/2019 der Weidener Meisterkonzerte.

Mit dem Quartett „Quator Arod“ kommen vier junge Franzosen in die Max-Reger-Stadt. Sie beweisen mit ihrem unkonventionellen Spiel, wie mitreißend und lebendig klassische Musik sein kann.
von Siegfried BühnerProfil

Weiden.Durchschnittlich 400 Besucher pro Konzert in der letzten Saison bestätigen für Thomas "dass wir nach wie vor auf dem richtigen Weg sind". Ganz besonders freut er sich, dass es gelungen ist, am Ende der neuen Saison Herbert Blomstedt und das Symphonieorchester des Bayrischen Rundfunks nach Weiden zu holen. Dieses Konzert gilt als Saisonhöhepunkt. Gemeinsam mit Harald Roth, künstlerischer Leiter der Meisterkonzerte, stellen sie im Pressegepräch das neue Programm vor.Sonntag, 21.Oktober (17 Uhr), Alexander Melnikov "Drei Klaviere":Franz Schubert ("Wandererfantasie", gespielt auf dem Graff-Flügel), Frederic Chopin (12 Etuden op. 10, gespielt auf dem Erard-Flügel), Franz Liszt (Reminiscenzen aus Mozarts "Don Giovanni") gespielt auf dem Erard-Flügel) und Igor Strawinsky (Drei Szenen aus der Petruschka-Suite, gespielt auf dem Steinway-Flügel).

Zum Programm des 45-jährigen russischen Pianisten schreibt der Freundeskreis: "Unsere Ohren sind daran gewöhnt, jegliche Klaviermusik von Bach bis zur Moderne auf einem Steinway-Flügel zu hören". Melnikov wird deshalb zwei historische Instrumente mitbringen um zu zeigen, wie Werke auf den Flügeln ihrer Zeit klingen. Für die historischen Flügel bedarf es eines Spezialtransporters und eines mitreisenden Klaviertechnikers.Freitag, 16. November (20 Uhr), Quatuor-Arod-Streichquartett:Josef Haydn (Streichquartett Es-Dur op. 76/6), Anton Webern (Langsamer Satz für Streichquartett) und Alexander von Zemlinsky (2. Streichquartett op. 15). Das Streichquartett Quatuor- Arod gewann den 1. Preis beim ARD-Wettbewerb 2018. Für den Freundeskreis zeigen "die vier jungen Franzosen mit ihrem unkonventionellen Spiel, wie mitreißend, virtuos und lebendig klassische Musik sein kann".Sonntag, Januar 2019 (18 Uhr), Philharmonia-Quartett-Berlin:Wolfgang Amadeus Mozart (Streichquartett G-Dur KV 387), Dmitri Schostakowitsch (Streichquartett Nr.3 F-Dur, op 73) und Maurice Ravel (Streichquartett F-Dur). Das Streichquartett der Berliner Philharmoniker gilt als eines der weltweit besten Streichquartette. Für die Programmgestalter gilt: "Mit seinem homogenen Klang und der perfekten Art des Zusammenspiels setzt das Streichquartett Maßstäbe". Das Ensemble gastiert bei Konzertreihen rund um den Globus, darunter in der Carnegie-Hall in New York und der Wigmore-Hall in London.Freitag 22. Februar (20 Uhr), Trio Zimmermann:Arnold Schönberg (Streichtrio op. 45) und Johann Sebastian Bach (Goldberg-Variationen BWV 988 in der Fassung für Streichtrio). Das Trio Zimmermann wurde 2007 von Frank Peter Zimmermann zusammen mit dem Bratscher Antoine Tamestit und dem Cellisten Christian Poltéra gegründet. Für den Förderkreis zählt Zimmermann seit langem international zu den Spitzengeigern. Er verfüge scheinbar ohne Anstrengung über alle Qualitäten wie Leidenschaft, Impulsivität, Virtuosität, Ausdruck und Präzision. Am Konzertabend besteht "die rare Gelegenheit, den Klang von drei exquisiten Stradivaris in der wunderbaren Akustik der Reger-Halle zu hören".Freitag 10. Mai (20 Uhr), Piotr Anderszewski:Werke von Johann Sebastian Bach und LeosJanácek. Der prominente Pianist wollte sich über sein Programm noch nicht genau festlegen. Laut Beschreibung gehört Anderszewski zu den " prominentesten Pianisten seiner Generation". "Wir sind glücklich, dass er nach Weiden kommt", sagt der künstlerische Leiter.

Auch im neuen Konzertprogramm wird es zwei Sonderkonzerte geben:Sonntag 4. November 2018 (17 Uhr, St. Michaelskirche Weiden), Kammerchor "Das Vokalprojekt", Orchester M18, Leitung Julian Steger:Wolfgang Amadeus Mozart (Requiem d-Moll KV 626). Der Kammerchor wurde 2013 gegründet. Er vereint junge Sänger aus ganz Deutschland. Das Orchester M18 ging aus dem Landesjugendorchester Bayern hervor und wird seit 2003 von den Mitgliedern ehrenamtlich organisiert. Mit diesem Konzert setzt der Freundeskreis seine bewährte Praxis fort, auch Nachwuchskünstlern eine Plattform zu verschaffenSamstag 1. Juni 2019 (18 Uhr), Symphonieorchester des bayrischen Rundfunks unter Leitung von Herbert Blomstedt:Jean Sibelius (Sinfonie Nr. 4 a-Moll op. 63), Wilhelm Stenhammar (Intermezzo aus "Sången" op. 44) und Felix Mendelssohn (Synphonie Nr. 3 a-Moll, op 56 "Schottische"): Mit dem Auftritt des Symphonieorchesters des Bayrischen Rundfunks geht für den Förderkreis für Kammermusik ein langgehegter Wunsch in Erfüllung. Weltweit sei dieses Orchester die Nummer sechs im Ranking. Herbert Blomstedt wird im Veranstaltungsflyer als "altersweiser Pultstar mit einem der besten Orchester weltweit" angekündigt. Das Programm wurde von Blomstedt persönlich zusammengestellt.

Mit Ausnahme von Mozarts Requiem (St. Michael) finden alle Konzerte in der Max-Reger-Halle in Weiden statt.

Karten beim NT/AZ/SRZ-Ticketservice unter Telefon: 0961/85-550, 09621/306-230 oder 09661/87290, www.nt-ticket.de und Abendkasse.

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