Musikzauber auf Italienisch

Ein virtuoses Orchester und glänzende Gesangssolisten läuten in der Weidener Max-Reger-Halle das neue Jahr ein: mit italienischen Arien, Strauß, Brahms und Suppé.

Das Orchester „Virtuosi Brunenses“ unter der Stabführung von Yura Yang glänzt nicht nur mit Strauß, sondern auch mit Klassikern der italienischen Oper.
von Holger Stiegler (STG)Profil
Große Stimmen beim Neujahrskonzert in der Max-Reger-Halle: (v.l.) Mezzosopran Dilara Bastar, Sopran Rena Karimov, Tenor Ibrahim Yesilay sowie Bariton Seymur Karimov.

Natürlich gehören ein Neujahrskonzert und Johann Strauß zusammen, an dieser Einheit lässt sich praktisch nicht rütteln. Allerdings: Es muss nicht immer ausschließlich Musik der Strauß-Dynastie zum Jahresbeginn sein. Wie stimmig sich Arien aus italienischen Opern-Klassikern in das Programm einfügen, macht das Konzert am Dienstagabend in der Weidener Max-Reger-Halle deutlich.

Am ersten Tag des neuen Jahres ist dort eine gelungene Mischung aus Gesang und Orchestermusik zu hören. Dass es in der Max-Reger-Stadt übrigens überhaupt ein Neujahrskonzert im klassischen Sinne gibt, ist der Initiative von Elfi und Nikolaus Globisch aus Waldthurn zu verdanken: Sie haben ein Programm zusammengestellt und Künstler zusammengetrommelt, die für ein wahres Musikfeuerwerk sorgen. Die Moderation des Abends übernimmt Nikolaus Globisch selbst. Bereits zum Auftakt wird der Garant für einen hochklassigen Abend akustisch erlebbar - nämlich das Orchester "Virtuosi Brunenses" mit ihrem Konzertmeister Karel Mitás und unter der Stabführung von Yura Yang.

Glänzende Solisten

Das Ensemble besteht aus Mitgliedern des Orchesters der Janácek-Oper, der Philharmonie Brúnn sowie anderen Solisten verschiedener Orchester Tschechiens. Ihnen gelingt eine glänzende Interpretation der Ouvertüre "Dichter und Bauer" aus der Feder von Franz von Suppé. Im Verlauf des Abends "begleiten" die Instrumentalisten nicht nur die Gesangssolisten, sie begeistern mit reinen Instrumentalwerken.

"Unter Donner und Blitz" sowie der "Tritsch-Tratsch-Polka" von - da ist er also! - Johann Strauß, aber auch mit dem weltberühmten "Ungarischen Tanz Nr. 5" von Johannes Brahms. Ein zweiter Garant für den erfrischenden Musikgenuss sind die Gesangssolisten - allesamt mit langjähriger Erfahrung an großen Opernhäusern und mit wichtigen Partien der italienischen Opern. Sopranistin Rena Karimov, Mezzosopran Dilara Bastar, Tenor Ibrahim Yesilay sowie Bariton Seymur Karimov hinterlassen durch die Bank äußerst positiven Eindruck und präsentieren Solo-Arien, Duette, Terzette und Quartette mit höchster stimmlicher Brillanz und überzeugender Ausdruckskraft.

Rossini und Verdi

Das reicht von der Bariton-Arie "Largo factotum" des Figaro aus Rossinis "Barbier von Sevilla" über die Sopran-Arie "O mio babbino caro" der Lauretta aus Puccinis "Gianni Schicchi" und das Damen-Duett "Barcarole" aus Offenbachs "Hoffmanns Erzählungen" bis hin zum Terzett "Bella figlia dell'amore" aus Verdis "Rigoletto". Mit viel Applaus quittiert das Publikum die einzelnen Darbietungen. Auch Ausschnitte aus Werken Donizettis ("L'elisir d'amore") und Mozarts ("Le Nozze di Figaro", "Don Giovanni" und "Cosi fan Tutte") stehen auf dem Programm.

Den Abschluss markiert das fulminant vorgetragene bekannte Trinklied "Libiamo" aus Verdis Oper "La Traviata" - da würde man als Zuhörer dann gerne selbst mit einstimmen. Als Zugabe gibt es den Gassenhauer "O sole mio" - und lange Standing Ovations des Publikums für einen musikalischen Jahresauftakt nach Maß.

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