Die Muttersprache wiederentdeckt

"Missincat" spielt und singt am 20. Februar bei "Klein & Kunst" in Weiden

Caterina Barbieri ist Missincat.
von Holger Stiegler (STG)Profil

„Klein & Kunst“ geht am Donnerstag, 20. Februar (20 Uhr), in die nächste Runde: Auf der Bühne im Untergeschoß der Max-Reger-Halle steht „Missincat“ und präsentiert ihr neues Album „10“ - melancholisch, nostalgisch, italienisch. Die in Mailand geborene Musikerin feiert in diesem Jahr zehn Jahre musikalischer Erfolge in Deutschland. In dieser Zeit hat sie vier englischsprachige Tonträger herausgebracht, darunter die Alben "Back On My Feet" (2009), "WOW" (2011) und "Wirewalker" (2015). Ihr warmer Sound und ihre eingängigen, dennoch künstlerisch anspruchsvollen Songs haben ihr über die Jahre eine breite Fanbase verschafft, was nicht nur zu erfolgreichen Touren in Deutschland, sondern auch zu Shows in den USA, Australien, Großbritannien und natürlich auch Italien führte. Die Kulturredaktion hat sich mit Caterina Barbieri aka Missincat über das neue Album und Amy Winehouse unterhalten.

ONETZ: MissinCat – das leitet sich vermutlich von Ihrem Vornamen Caterina ab…?

Missincat: Genau, der Name ist tatsächlich eigentlich aus Spaß entstanden, ich wollte ein Pseudonym, das meinen Namen enthält und Missincat sah gleich sehr gut aus.

ONETZ: Sie sind in Mailand geboren und leben seit vielen Jahren in Berlin. Was macht den besonderen Reiz der deutschen Hauptstadt für eine italienische Musikerin aus?

Missincat: Berlin erlaubt den Menschen sehr frei zu sein, hier darf ein Künstler oder eine Künstlerin sich ausdrücken und einfach sein, was er oder sie ist oder sein möchte.

ONETZ: Im vergangenen Herbst ist Ihr neues Album „10“ erschienen. Wer Ihren künstlerischen Weg schon einige Zeit verfolgt, ist überrascht – es sind erstmals ausschließlich Songs in Ihrer Muttersprache. Warum jetzt?

Missincat: Es hat als Zufall begonnen mit ein paar Liedern, und dann habe ich gemerkt, wie sehr ich das Schreiben in meine Muttersprache genieße. Es hat mir erlaubt, persönlichere Themen zu bearbeiten.

ONETZ: „Mare“ heißt ein Song auf dem neuen Album: Darin geht es aber nicht um das sommerliche Urlaubserlebnis, sondern um das Thema Seenot-Rettung von Flüchtenden und den Appell, NGOs wie „Sea-Watch“ zu unterstützen. Eine Herzensangelegenheit für Sie?

Missincat: Ja, und das nicht nur als Italienerin, weil die Geflüchteten an der italienischen Küste ankommen - oder versuchen anzukommen - sondern als Mensch und Europäerin. Das Problem berührt uns alle und wir können nicht mehr die Augen davor verschließen oder nur zusehen - weil wir als Europäerinnen und Europäer eine Verantwortung tragen.

ONETZ: Sie sind vor zwölf Jahren im Vorprogramm von Amy Winehouse während deren Deutschland-Tour aufgetreten. Denkt man an diese Zeit noch zurück?

Missincat: Das war für mich eine schöne und aufregende Zeit, damals hat alles angefangen mit meiner Musik. Ich habe mich seitdem natürlich sehr verändert und entwickelt. Natürlich schaue ich aber gerne mal wieder zurück und fühle mich heute wie die große Schwester meines damaligen Ichs…

ONETZ: Sie kommen am 20. Februar in die Oberpfalz. Waren Sie schon mal in der Gegend?

Missincat: Ja! Das erste Mal war ich in Weiden auf Einladung von Bayern3-Moderator Matthias Matuschik „Matuschke“ und seitdem habe ich immer mal wieder dort gespielt.

Info:

Service

Karten beim NT/AZ/SRZ-Ticketservice unter Telefon 0961/85-550, 09621/306-230 oder 09661/8729-0 und www.nt-ticket.de

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