Neues Ausbildungsjahr: Lehrstellen bleiben Leerstellen

Die Betriebe in der Oberpfalz bilden zum neuen Ausbildungsjahr noch mehr junge Menschen aus als im Vorjahr. Allerdings vermelden die Kammern, dass viele Stellen frei bleiben.

Lernen vom Meister: Die Ausbildung im Handwerk gilt als sehr gut.
von Wolfgang Würth Kontakt Profil

Zum Start des Ausbildungsjahrs am 1. September sind über 1000 Ausbildungsstellen in der Oberpfalz unbesetzt. Dies geht aus Zahlen hervor, die die Handwerkskammer (HWK) und die die Industrie- und Handelskammer (IHK) am Freitag veröffentlichten. Die Situation für Bewerber habe sich erneut verbessert.

"2573 junge Menschen starten im neuen Ausbildungsjahr 2018 ihre Lehre im Oberpfälzer Handwerk", vermeldet die HWK. Das seien 2,14 Prozent mehr als 2017. 487 Handwerks-Lehrstellen bleiben in der Oberpfalz vorerst unbesetzt. Dennoch zeigte sich HWK-Hauptgeschäftsführer Hans Schmidt zufrieden. Schließlich sei die Konkurrenz aus anderen Bereichen groß, die Zahl der Schulabsolventen sinke.

4253 neue Azubis vermeldet die Regensburger IHK. Sie deckt die Oberpfalz und den Landkreis Kelheim ab. Die Zahl liege um 1,3 Prozent über dem Vorjahr. Frei blieben 650 Ausbildungsstellen. "Die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen ist ungebrochen hoch", zitiert die IHK ihren Ausbildungsexperten Ralf Kohl. Allerdings falle es Betrieben aus allen Branchen immer schwerer den Bedarf an Fachkräftenachwuchs zu decken. Freie Stellen gebe es im Handwerk für Anlagenmechaniker, in der Sanitär- Heizungs- und Klimatechnik, als Elektroniker, Metallbauer, Maurer und Kfz-Mechatroniker. Die IHK veröffentlichte zudem eine Top-5 ihrer Ausbildungsberufe: Gefragt sind demnach Stellen im Büromanagement, als Industrie- und Einzelhandelskaufmann. Dazu kommen die gewerblichen Berufe Industriemechaniker und Elektroniker.

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