Neues Programm der "Sünde" in der Alten Post

Weidener Pop-up-Club "Die Sünde" startet mit einem neuem Standort in der Bahnhofstraße in die Saison und hat so mehr Platz für das altbewährte Konzept.

„Me + Marie“ lassen sich nicht in eine Schublade packen, nach eigener Beschreibung machen sie „lasziven Indie-Folk“.
von Autor OTJProfil

(otj) Weidens erste Adresse für Kultur und Frohsinn hat sich geändert: Der Pop-up-Club "Die Sünde" ist vom Josefshaus in die Bahnhofstraße 24 umgezogen. Am Samstag startet dort die Saison 2018/2019. Was die popkulturelle Posse vom Sündikat so alles vorhat und wie das Programm aussieht, verrät Lukas Höllerer: "Neu ist, dass wir mehr Platz zur Verfügung haben. 150 Gäste passen jetzt rein. Schon allein dadurch müssen wir einiges anders gestalten. Aber die Leute werden auch einiges wieder erkennen."

Ja, der Pop-up-Club ist ein echtes Markenzeichen geworden. Das Konzept bleibt ohnehin das Gleiche: Bands, die keine Stadien füllen, aber mit hoher Qualität und Originalität glänzen. Dazu Deko deluxe und ausgefuchste Technik.

Nicht nur deshalb müssen Traditionalisten am Samstag, 27. Oktober (20.30 Uhr), auch keine zu krasse Umstellung befürchten. Es stehen Wiederholungs-Sünder auf der Bühne. Mittlerweile ganz schön fame und nach wie vor ziemlich leiwand: Die Elektro-Trip-Hop-Dream-Popper von "Leyya"geben sich die Ehre - diesmal allerdings nicht als Duo, sondern fett, mit Band und neuem Album (Sauna).

Der Freitag, 2. November (20.30 Uhr),hält der "Frauen.Macht"die Club-Tür auf und hilft in die musikalische Jacke. Abseits von Gender-Gängelei stehen die Ladies an diesem Abend im Mittelpunkt. Was genau die Zuschauerinnen erwartet, ist allerdings noch ein Geheimnis.

Ein weiterer Weidener Wiedergänger beehrt "Die Sünde" am Samstag, 17. November (20.30 Uhr): "And the Golden Choir"heißt das Projekt von Tobias Siebert, der als Produzent mit unterschiedlichsten Künstlern arbeitet. Und vielleicht genau deswegen mit sammelsurischer Bandbreite werkelt, tönt und klangmalt. Wunderschöner, zerbrechlicher, cooler Indie-Pop.

Mit "Lion Sphere"streift sich "Die Sünde" am Freitag, 7. Dezember (20.30 Uhr), ein warmes Jäckchen über. Die Berliner haben die Pop-Couture aus sommerlich-souligen Gitarren- und Synthie-Klängen gewebt. Das ist gut gegen fröstelnde Herbst-/Winter-Tiefs. Gibt's rezeptfrei. Wohlsein.

Da steht man mal wieder vor seiner Kommode, um die gängigen Schubladen zu bedienen. Und dann kommen "Me + Marie"am Freitag, 14. Dezember (20.30 Uhr), daher. Neo-Folk? Nö. Singer/Songwriter? Uuh! Manchmal ist etwas einfach schön, weil es schön ist und weil es einen berührt - gespickt mit unzähligen Einflüssen, Ideen und Melodien. Muss die olle Kommode halt mal geschlossen bleiben.

Weihnachtlicher Wiedererkennungswert: Einer nicht sehr langen, aber guten Tradition folgend gehört die "Open Stage"am Sonntag, 23. Dezember (20 Uhr), den Künstlern lokaler Provenienz. Dadaistisches Deklamieren, instrumentale Intelligenz, A-capella-Attacken, Rap-Rhapsodien, alberne Alliterations-Artistik - möglich ist alles. "Monobo Son"und Weiden sind "guade Freind". Nach dem Sensations-Gig auf dem Bürgerfest kommen die Buam am Sonntag, 30. Dezember (20.30 Uhr), in die "Sünde". Mühelos verknüpfen die Burschen Sounds aus Dorf, Stadt und Welt. Vorgetragen mit atemberaubenden Bläsersätzen, urbayerischen Texten und unbändiger Lebensfreude.

Achtung Frühaufdreher: Am Samstag, 12. Januar (15 Uhr),haben DJs die Frühschicht in der Sünde übernommen. Es laden "Die Vinylgenossen"zum Tanze. Abends geht es hybrid weiter: "Pho Queue"arbeiten an der Kernverschmelzung von gut aufgelegtem Oldschool-Funk und souligen Vocals. Der launige Tag firmiert unter dem Motto"Schick Schick".

Urgestein ist angesichts des Alters der Protagonisten eigentlich keine sinnvolle Metapher. Aber bei "KUF"passt's. Schon im Metzgerladen gab es vor vier Jahren "a Radl" analogen Jazz-Techno. Das schmeckte selbst dem eingefleischten Elektroveganer. Deshalb sollte man sich den Gig am Samstag, 26. Januar (20.30 Uhr), unbedingt servieren lassen.

Rein in Rollkragen-Pullover und Tweet-Sakko, die Hornbrille auf. Am Mittwoch, 30. Januar (20.30 Uhr), gibt es Jazz vom "Trio Zahg". Berührungsängste sind nicht angebracht. Der Sünde gebührlich bleibt es lässig. Jazztraditionen hin oder her, das Trio liefert ohrwurmige Stücke und hat einen exzellente Sinn für Humor.

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