24 Stunden, 200 Polizisten, 10 559 kontrollierte Fahrzeuge: Am Donnerstag legte das Polizeipräsidium Regensburg die Bilanz des Blitzmarathons 2009 vor. Von Mittwoch, 6 Uhr, bis Donnerstag, 6 Uhr, hat Bayerns Polizei besonderes Augenmerk auf die Einhaltung der Tempovorgaben gelegt.
Laut Mitteilung seien bei 10 559 kontrollierten Fahrzeugen "365 Kraftfahrzeuglenker von Einseitensensor, Laser-Messgerät und Multanova Radargerät erfasst, gemessen und beanstandet" worden. Die Zahl liege um 75 unter dem Vorjahr. "Den traurigen Höchstwert in der Oberpfalz erreichte am Mittwochnachmittag, gegen 14:40 Uhr ein Motorradfahrer auf der Staatsstraße 2660 im Gemeindebereich Barbing bei erlaubten 70 mit 133 Kilometern pro Stunde", heißt es im Bericht. Den Fahrer erwarten 275 Euro Strafe, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot. Ein heißes Thema bleibt 35 Jahre nach der Einführung die Gurtpflicht, und auch an das Handyverbot halten sich nicht alle Fahrer: In 74 Fällen beanstandete die Polizei in diesem Bereich Verstöße.
"In Bayern, aber auch in der Oberpfalz zeigt sich seit Jahren nicht angepasste Geschwindigkeit als eine der Hauptursachen für Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang oder Unfälle mit schwer verletzten Personen", schreibt die Polizei. Diese Tatsache gelte es Verkehrsteilnehmer ständig vor Augen zu führen. "Geschwindigkeitsverstöße stellen Verletzungen von Rechtsnormen dar, die zum Wohle aller Verkehrsteilnehmer aufgestellt wurden. Diese Regeln sollen auf unseren stark frequentierten Straßen ein möglichst hohes Maß an Sicherheit gewährleisten."
Rekord-Raser bei Ensdorf
Aussagekräftiger, als die Bilanz für die 24 Stunden Blitzmarathon, ist die für das Jahr 2018: In der nördlichen und Mittleren Oberpfalz gab es in dem Jahr 28.240 Beanstandungen hinsichtlich der Geschwindigkeit: 8495 Anzeigen, 19.750 Verwarnungen und 635 Fahrverbote.
Dies verteilt sich auf die Landkreise: In Schwandorf gab es 10.009 Beanstandungen - dies entspricht einer Beanstandungsquote von 3,57 Prozent (Anteil der Beanstandungen bei allen kontrollierten Fahrzeugen). In Amberg-Sulzbach fielen im vergangenen Jahr 7977 Beanstandungen an (Beanstandungsquote: 2,59 Prozent). Im Kreis Neustadt/WN musste die Polizei 4805 mal beanstanden (Quote: 2,11 Prozent), im Kreis Tirschenreuth 2535 mal (Quote: 1,54 Prozent). In Amberg gab es 169 Beanstandungen (Beanstandungsquote 4,89 Prozent), in Weiden dagegen 2745 mit einer Quote von 1,7 Prozent. Weil in Amberg der Verkehr stärker durch einen kommunalen Dienstleister überwacht wird, ist die Zahl der Beanstandungen deutlich niedriger.
„Rekordhalter“ im Bereich war 2018 ein Autofahrer auf der Staatsstraße 2165 bei Ensdorf (Amberg-Sulzbach): Ihn erfasste das Messgerät der Polizei vergangenen April mit 246 statt der erlaubten 100 Kilometer pro Stunde. Für den Autofahrer bedeutete dies damals eine Geldbuße von 1200 Euro und drei Monate Fahrverbot.















Der Schweizer Strafenkatalog würde hier sicher auch helfen die Zahlen zu reduzieren.
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