OnTour Teil zehn: Mit dem Rad auf Weidens Vulkan

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Amberg war schon dran. Damit es keinen Streit gibt, muss es natürlich auch eine OnTour-Folge mit Start und Ziel in Weiden geben. Aber es ist definitiv nicht nur die Oberpfälzer Städterivalität, die für diese Weidener-Runde spricht.

Wenn es blüht, ist das ganze Haidenaabtal ein Erlebnis.
von Ernst FrischholzProfil

Die schönsten Radtouren der Oberpfalz wären nicht vollständig, würde man die Stadt Weiden und ihre Umgebung ausklammern. Tolle Strecken bieten sich rund um die kreisfreie Stadt einige, die heutige führt in den Südwesten, zunächst der Waldnaab entlang.

Hier gibt es die Tour als GPX-Datei zum Download

Höhepunkt der Tour: Parkstein mit Basaltkegel

Dort wo Waldnaab zur Naab wird – an der Mündung der Haidenaab bei Oberwildenau – „entspringt“ der Haidenaab-Radweg – fast schon ein Geheimtipp. Entlang der Haidenaab bietet sich eine eigene Landschaft: Die Gegend ist bekannt für Sand- und Kiesabbau. Daher stammen die vielen Weiher. Auch der lichte Kiefernwald ist typisch. Höhepunkt der Tour ist aber Parkstein mit dem Basaltkegel.

Start ist an der Max-Reger-Halle am Rande der Weidener Altstadt. Der Radwegweiser weist zum Flutkanal der Naab. Der „Hauptwegweiser“ dort zeigt nach rechts: Über Schirmitz geht es nach Unterwildenau. An der Schlossschänke folgt der Weg dem Hinweis nach Weiherhammer (10,8 km). Nach einer Brückendurchfahrt in Oberwildenau geht es am Rathaus in Richtung Etzenricht. Nach einem Kilometer erneut rechts nach Sperlhammer, im Ort links nach Etzenricht.

Mühle an der Strecke

Bevor das erreicht wird, geht es über die dicht befahrene Staatsstraße Hirschau–Weiden. Auch die Hauptstraße in Etzenricht wird überquert, auch dort gibt es Verkehr. Nach einem Geflügelhof folgt ein Bahnübergang mit Anrufschranke, danach Weiherhammer: Links geht es in den Ort zu Beckenweiher und Rathaus. Hier beginnt auch der neue Radweg nach Mantel.

Auch dort gilt: Vor dem Ort ist eine dichtbefahrene Straße zu überqueren. Wenige Meter danach zweigt der Weg bei einer Mühle links auf den Radweg an die Haidenaab ab.

Am Manteler Badeweiher Richtung Steinfels

Vorbei am Manteler Badeweiher geht es Richtung Steinfels. Noch vor dem Ort biegt der Radweg vor einer Brücke rechts ab: Schwarzenbach, 10,8 km. Am Wehr in Hütten geht es links in den Ort, beim Gasthof Schönberger rechts Richtung Grafenwöhr. In Hammergmünd weist ein Schild erneut nach Schwarzenbach (6,9 km).

Dort wird der Haidenaab-Radweg nun endgültig verlassen, Bahnlinie und Straße nach Pressath überquert. Über die Parksteiner Straße erlebt der Radler nun eine Premiere auf dieser Tour: Es folgt ein Berg. Die bisher flache Tour wird zum Ende etwas hügeliger. Nach dem Aufstieg und einer kurzen Abfahrt nach Hammerles geht es hoch nach Parkstein. Wer will, kann dort den Vulkangipfel in ein paar Minuten Fußmarsch erreichen. Vor der Kirche geht es ab zum Marktplatz.

Sehenswerte Moorfläche im Wald

Über Meerbodenreuth folgt der letzte Abschnitt dieser Tour. Ein Stück nach dem Ort ist die Abzweigung links nach Altenstadt/WN angeschrieben. Statt dessen führt die Runde rechts auf den bestens ausgebauten Forstweg (Schild 9 km). Hier im Wald rollt das Rad vorbei an einer sehenswerten Moorfläche. Kurz vor der Schustermooslohe ist man zurück auf der Straße, links geht es nach Weiden. Das Schild „Stadtmitte“ bringt die Radler zurück zum Ausgangspunkt, wo sich ein Tourabschluss in der Altstadt anbietet.

Ernsts Touren-Tipp: Der Parkstein ist der Gipfel

Nachdem die letzten Touren eher bergig verliefen, kommen nun alle zum Zug, die es lieber rollen lassen. 340 Höhenmeter auf 59,8 Kilometer sind gut machbar. Und schön sind sie auch. Schon der Weg aus Weiden am Flutkanal entlang sorgt für Vorfreude. Bei Oberwildenau beginnt der Haidenaab-Radweg – eine Empfehlung.

Bei Oberwildenau beginnt der Haidenaab-Radweg – ein Empfehlung.

Ernst Frsichholz

Ernst Frsichholz

Vorbei am Beckenweiher in Weiherhammer geht es durch Auen zwischen Haidenaab und Manteler Weiher. Besonders das Stück von Steinfels bis Schwarzenbach bleibt in Erinnerung. Zum Abschluss dann doch noch zwei Berge: von 390 auf 480 und nach einer kurzen Abfahrt von Hammerles auf 555 Meter über dem Meer nach Parkstein. Diese Kilometer haben es zum Abschluss ein wenig in sich.

Die Strecke führt zu großen Teilen über Radwege und ruhige Nebenstraßen. Lediglich beim Überqueren der Kreuzungen vor Mantel und vor Etzenricht kommt man mit dichtem Verkehr in Berührung. Nicht alle Abschnitte sind asphaltierte, aber alles ist sehr gut befahrbar. Auch die Ausschilderung ist gut. Weil es viel zum Schauen gibt, verpasst man trotzdem leicht mal ein Schild. Vier Stunden Fahrzeit, dazu kommt noch die Einkehr.

Die Serie
Täler, Hügel, Wald und Wiesen, dazwischen wenig befahrene Wege und Straßen. Ließe man einen Designer am Computer die ideale Landschaft zum Radfahren entwerfen, sie würde aussehen wie die Oberpfalz. In dieser Serie stellt Oberpfalz-Medien einige der schönsten Touren durch den Bezirk vor.

Touren-Tipps:

Die Anfahrt

Über die Autobahn A 93 fährt man die Abfahrt Weiden-Süd ab und folgt der Süd-Ost-Tangente Richtung Cham/Vohenstrauß. An der dritten Ampel links, nach gut 500 Metern liegt rechts die Max-Reger-Halle. Wer sucht findet einen freien Parkplatz, am nahen Großparkplatz kostet es Werktags eine Gebühr. Wer mit dem Zug kommt, hält sich vom Bahnhof weg links. An der ersten Ampel weist ein Fahrradwegweiser zum „Hauptwegweiser 800 m“ nach rechts.

Info:

Einkehr

  • Unterwildenau: Zum Hosiwirt (Schlosswirtschaft) direkt am Radweg (10 km)
  • Weiherhammer: Café „Tapas“ direkt am See und am Rathaus mit E-Bike-Ladestation (20 km).
  • Hütten: Gasthof Schönberger, direkt an der Strecke.
  • Schwarzenbach: Gasthaus Stark, Parksteiner Straße, direkt an der Strecke. (E-Bike-Ladestation am Dorfladen)
  • Hammerles: Zoiglstube „Zum Vinzenz“ (45 km)
  • Parkstein: Café am Rathaus, „Zur Burgschänke“, Alexander von Humboldt Str., Zoiglstube „Beim Wagerer“, Lichternsternstraße. Parksteiner Hof, Basaltstraße. Beim Vulkanmuseum gibt es eine E-Bike-Ladestation.

(Bei Gaststätten ist es immer sinnvoll, vorab die Öffnung abzuklären)

Info:

Höhepunkte

  • Die Strecke: Die Tour ist der Star: Der Haidenaab-Radweg bietet traumhafte Passagen. Ein Hingucker ist auch das Moor kurz vor Weiden.
  • Parkstein: In Parkstein lohnt ein Spaziergang zum Vulkangipfel und ein Besuch des Vulkanmuseums. Reguläre Öffnung: Dienstag bis Sonntag 10 Uhr bis 17 Uhr.
  • Weiden: Die Altstadt bietet Einkehrmöglichkeiten und vor allem im Sommer viel Flair.

Weitere Touren finden Sie in der Serie OnTour

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