Spiegelbild der Vielfalt

Die 20. Weidener Max-Reger-Tage rücken näher. Unter dem Gesamtthema "Schlüsselwerke" werden in der Zeit vom 14. September bis zum 7. Oktober zwölf Konzerte an verschiedenen Orten angeboten.

Sie stellten das Programm der 20. Max-Reger-Tage vor: (von links) Matthias Ziegler (Werbeagentur Aera Media), Bürgermeister Lothar Höher, Festival-Leiterin Petra Vorsatz, Freundeskreis-Vorsitzender Horst Petzold und Eva Henkens (Aera Media).
von Siegfried BühnerProfil

Weiden. Für Bürgermeister Lothar Höher ist damit "Weiden zur Hauptstadt der Max-Reger-Bewegung" geworden. "Wir haben einige der Großen aus der Musikwelt engagiert", erklärt Festival-Leiterin Petra Vorsatz. Ein Jahr lang dauerte die Vorbereitung, jetzt wird das Drei-Wochen-Programm der Öffentlichkeit präsentiert. Es soll die breite Vielfalt des umfangreichen musikalischen Werks von Max Reger exemplarisch widerspiegeln.

"Schweres Stück"

Deshalb kommen Orgel- und Klaviermusik, Kammermusik und Lieder zur Aufführung. Darunter sind laut Vorsatz auch einige Werke Max Regers, wie zum Beispiel im Eröffnungskonzert mit "Introduction, Passacaglia und Fuge h-Moll, op. 96" das als "schweres Stück" gilt und deshalb Höchstanforderungen an die Interpreten stellen.

Ein "ergänzendes Kontrastprogramm", das neben den Werken Regers zur Aufführung kommt, stellt Horst Petzold, Vorsitzender des Freundeskreises der Weidener Max-Reger-Tage, vor. "Es tauchen vor allem solche Komponisten auf, auf die sich Reger berufen hat" sagt Petzold. So zum Beispiel auch Johann Sebastian Bach. Über ihn hätte Reger einmal gesagt, er sei Anfang und Ende aller Musik. Auch Komponisten aus der Oberpfalz haben Platz im Konzertprogramm. Um den Charakter eines Jubiläumsfestivals auszudrücken seien diesmal besonders viele international sehr bekannte Künstler engagiert worden. Beispiele sind für Vorsatz Tianwa Yang, die zur "Weltelte der Geiger" zähle. Ähnliches gelte für das Boulanger Trio, von dem kürzlich "Die Welt" als "unwiderstehliches Ensemble" gesprochen habe sowie von der "internationalen Spitzenformation" Kuss-Quartett.

Ergänzende Moderation

Die Verhandlungen mit den Künstlern führten überwiegend Irmi Betz und Astrid Karl vom Festivalbüro. Um den Konzertbesuchern den Zugang zu den Werken Regers zu erleichtern, werden die meisten Konzerte ergänzend moderiert, unter anderem von Susanne Popp und Markus Becker aus dem künstlerisch-wissenschaftlichen Beirat der Max-Reger-Tage. "Wir wollen mit der Fortführung der Konzertreihe Max Reger am Leben erhalten", betont Petzold. Schließlich seien die Max-Reger-Tage auch das einzige Festival, das sich auf Max Reger konzentriert. Reger habe eine "Gelenkfunktion an der Schwelle der Moderne". Und schließlich stehe Reger auch in der Walhalla, was nur wenige geschafft hätten. Auch bei den Künstlern soll für Max Reger geworben werden, ergänzt die Festival-Leiterin. Nicht alle hätten sich vorher schon vertieft mit diesem Komponisten befasst. So kam es, dass Künstler im Anschluss an das Konzert gesagt haben "danke, dass ich Reger spielen durfte".

Anmeldungen zum Kammermusikabend mit Halbtagesfahrt nach Bayreuth sind bereits jetzt im Büro der Max-Reger-Tage im Alten Rathaus in Weiden möglich. Rund 2000 Veranstaltungsflyer liegen aus. Während der Konzertreihe tagt auch die Internationale Max-Reger-Gesellschaft in Weiden. www.maxregertage.de

Info:

Programm

Freitag, 14. September (19 Uhr, Max-Reger-Halle): Vortrag Susanne Popp: „20. Weidener Max-Reger-Tage – Schlüsselwerke.“

Freitag, 14. September (20 Uhr, Max-Reger-Halle): „Urknall – Markus Becker und Hinrich Alpers“ mit Werke nfür zwei Klaviere von Reger, Saint-Saens, Bach/Philipp.

Sonntag, 16. September (19 Uhr, Autobahnkirche Waidhaus): „ Musik aus der Region, Musik für die Region: Ensemble Con Brio aus Amberg spielt Werke der Oberpfälzer Komponisten Gleißner, Koessler und Rege,r

Freitag, 21. September (19.30 Uhr, Bayernwerk Kundencenter): „Stimmklänge – Athos-Ensemble mit Vokalensemble-Kompositionen aus dem 16. und 20. Jahrhundert .

Sonntag, , 23 September (11 Uhr, Altes Rathaus in Weiden): „Schwebende Klänge“: Weber- Duo (Ruzaliia Kasimova, Klarinette, und Igor Androsov, Klavier) spielt Werke von Reger, Poulenc, Berg und Tscherepnin.

Dienstag, 25. September (19.30 Uhr, Max-Reger-Halle): „Grotesque“: Tianwa Yang und Nicholas Rimmer mit Violin-Sonaten von Debussy, Ravel und Reger.

Mittwoch, 26. September (15 Uhr, Maria-Seltmann-Haus in Weiden): Nimrod-Trio präsentiert Streichtrios von Reger und Beethoven .

Samstag, 29. September (19.30 Uhr, Altes Rathaus): „Konzert der Internationalen Max-Reger-Gesellschaft: Yaara Tal, Frauke May, Rudolf Meister, Männerensemble der Kantorei Weiden unter Leitung von Hanns-Friedrich Kaiser

Dienstag, 2. Oktober (19.30 Uhr): Max-Reger-Halle): „Utopien“: Liederabend mit Frauke May-Jones und Bernhard Renzikowski mit Werken von Wolf, Brahms, Mahler und Reger.

Freitag, 5. Oktober (19.30 Uhr, Sparkasse Oberpfalz Nord): „Vom klassischen Wilden zum wilden Klassiker“: Kuss-Quartett spielt Streichquartette von Reger und Beethoven.

Sonntag, 7. Oktober (17 Uhr, St. Michael): „Orgel Eruptionen“: Bernhard Haas mit Orgelkompositionen von Reger, Mendelssohn-Bartholdy, Frank.









Karten beim NT/AZ/SRZ-Ticketservice unter Telefon 0961/85-550, 09621/306-230 oder 09661/8729-0, www.nt-ticket.de und Abendkasse.

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