Weidener Max-Reger-Tage: Ohne ihn geht es nicht

Ein Wochenende mit Max Reger – dazu wird vom 1. bis 4. Oktober in Weiden eingeladen. Die „klassischen“ Max-Reger-Tage wird es in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie nicht geben. Das Programm kann sich aber wirklich hören lassen.

Am Freitag, 2. Oktober, gibt das Boulanger-Trio in der Weidener Max-Reger-Halle ein Kammerkonzert. Auf dem Programm stehen Klaviertrios von Copland, Beethoven und Reger.
von Holger Stiegler (STG)Profil

Corona macht auch den Veranstaltern der Weidener Max-Reger-Tage das Leben schwer. Das große Klassikfestival wird es dieses Jahar nicht geben, trotzdem hat das Team um die Weidener Kulturamtsleiterin Petra Vorsatz eine machbare und durchaus attraktive Alternative ausgearbeitet. Es wird drei Konzerte mit hochrangigen Künstlern und tollem Programm geben:Was die Besucher erwartet, hat Vorsatz im Gespräch mit der Kulturredaktion verraten.

ONETZ: Frau Vorsatz, geplant hatten Sie eigentlich ein umfangreiches Programm unter dem Motto „Reger in den 20ern“. Wie froh sind Sie darüber, dass angesichts der Corona-Pandemie nun zumindest noch ein „Max-Reger-Wochenende“ daraus wird?

Petra Vorsatz: Die Erleichterung ist schon groß bei uns allen. Ein Jahr ohne Max-Reger-Tage – das mag man sich gar nicht vorstellen. Da würde einfach etwas fehlen. Dass es jetzt „nur“ ein Wochenende wird, ist natürlich der Corona-Pandemie geschuldet. Wir haben wirklich lange überlegt, wie wir es am besten machen könnten. Und ich denke: Das Programm passt sehr gut.

ONETZ: Auf welche Veranstaltungen dürfen sich die Besucher freuen?

Petra Vorsatz: Es wird drei Konzerte mit hochrangigen Künstlern und tollem Programm geben: Am Donnerstag, 1.Oktober, gestalten Florian Donderer (Violine) und Tanja Tetzlaff (Violoncello) ein Recital in der Weidener Josefskirche mit Werken von Martinu, Bach, Schulhoff und Reger. Es folgt ein Kammerkonzert mit dem herausragenden Boulanger Trio, das am Freitag, 2.Oktober, in der Max-Reger-Halle Klaviertrios von Copland, Beethoven und Reger spielen wird. Ein Orgelkonzert mit Werken von Reger darf natürlich nicht fehlen: Der junge Organist Johannes Lamprecht aus München wird am Sonntag, 4. Oktober, in der Kirche St. Michael die wunderbare „Max-Reger-Orgel“ mit Stücken von Bach, Pärt und natürlich Reger erklingen lassen.

ONETZ: Sie haben es gesagt: St. Josef, St. Michael und die Max-Reger-Halle sind die diesjährigen Veranstaltungsorte, die allesamt auch ein eigenes Hygienekonzept benötigen. Wie viele Zuschauer finden maximal Platz?

Petra Vorsatz: In den Kirchen gibt es jeweils 100 Plätze, in der Max-Reger-Halle 200 Plätze. Maskenpflicht bis zum Platz und die üblichen Abstands- und Hygieneregeln sind natürlich zu beachten. Eine Abendkasse wird es in diesem Jahr nicht geben, Tickets sind nur bei uns im Festivalbüro erhältlich. Für den Ablauf der Konzerte ist noch wichtig, dass es keine Pausen geben wird.

ONETZ: Wie schätzen Sie die Situation ein: Sind die Liebhaber klassischer Musik begierig darauf, endlich wieder Live-Musik genießen zu können? Und wie „ausgehungert“ sind die Künstler, endlich wieder vor Publikum spielen zu können?

Petra Vorsatz: Der „Hunger“ ist groß – bei den Künstlern und bei den Freunden klassischer Musik. Das Orgelkonzert ist praktisch schon ausverkauft, dies wird der Künstler am selben Tag wahrscheinlich noch einmal spielen. Bei der Auswahl der diesjährigen Akteure haben wir vor allem auf zwei Aspekte geachtet – zum einen natürlich, dass sie auch der bisherigen künstlerischen Qualität entsprechen, und zum anderen, dass es sich um hauptberufliche Musiker handelt, die mit Auftritten ihr Geld verdienen.

ONETZ: Zurück zum eigentlich geplanten Motto für dieses Jahr: Werden die vorgesehenen Konzerte ins nächste Jahr verschoben oder muss man sich da ganz neue Gedanken machen?

Petra Vorsatz: Da sind wir ganz zuversichtlich: Stand heute schaffen wir es tatsächlich, das ursprüngliche Programm 1:1 ins kommende Jahr zu verschieben. Auf alle Künstler, die für dieses Jahr schon zugesagt hatten, dürfen wir uns dann 2021 freuen, wenn es dann „Reger in den 20ern“ heißt.

Weitere Informationen:

Info:

Service

Der Kartenvorverkauf erfolgt ausschließlich über das Festivalbüro. Die Tickets können telefonisch (0961/814122 oder -23) oder per Mail max-reger-tage@)weiden.de bestellt oder direkt im Büro (Altes Rathaus, Oberer Markt 1, 1. Stock) abgeholt werden. Maskenpflicht und die üblichen Abstands- und Hygieneregeln sind zu beachten. Genaues Programm und weitere Infos auf www.maxregertage.de

Duo Tetzlaff-Donderer.
Organist Johannes Lamprecht.

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