Lichtenfels
22.07.2024 - 11:34 Uhr

Weil er die Klimaanlage ausstellte: Ermittlung gegen Busfahrer wegen Körperverletzung

Wollte der Fahrer Energie sparen? Fest steht, dass es in einem nicht klimatisierten Bus in Oberfranken am Freitag so heiß wurde, dass fünf junge Insassen in ein Krankenhaus mussten. Die Polizei ermittelt nun gegen den Busfahrer.

Türen auf: Ein Reisebus in Oberfranken war am Freitag so überhitzt, dass mehrere Kinder in ein Krankenhaus mussten. Symbolbild: Frank Rumpenhorst
Türen auf: Ein Reisebus in Oberfranken war am Freitag so überhitzt, dass mehrere Kinder in ein Krankenhaus mussten.

Weil es in seinem Bus während der Fahrt zu heiß wurde, ermittelt die Polizei in Oberfranken nun gegen einen 57-jährigen Busfahrer wegen Körperverletzung. Bereits am Freitag beförderte der Mann eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen aus Hessen von Bamberg nach Lichtenfels. Wie die Polizei schreibt, wurde es "bedingt durch die starke Sonneneinstrahlung" so heißt im Bus, dass dreizehn Kinder zwischen 10 und 14 Jahren mit Kopfschmerzen und Kreislaufproblemen behandelt werden mussten, fünf von ihnen kamen in umliegende Krankenhäuser.

Laut Polizeibericht habe sich ergeben, dass die Klimaanlage nicht in Betrieb war. Ene technische Untersuchung habe ergeben, dass kein Defekt vorlag. "Nach derzeitigem Ermittlungsstand unterließ es der 57-jährige Busfahrer, für ausreichend Belüftung zu sorgen. Daher wird nun wegen des Verdachts der Körperverletzung ermittelt", heißt es im Bericht weiter. Immerhin geht es den verletzten Jugendlichen besser, sie seien "wieder wohlauf und konnten ihren Urlaub bereits fortsetzen".

 
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