Wenzenbach
21.03.2022 - 12:12 Uhr

Mann stirbt bei Festnahme nahe Regensburg

Am Sonntagabend starb ein Mann, als ihn die Polizei in Grünthal (Landkreis Regensburg) festnahm. Todesursache und Identität des Mannes sind unklar. Die Staatsanwaltschaft Regensburg und das Bayerische Landeskriminalamt ermitteln.

In Regensburg soll am Sonntagabend Mann bei der Festnahme gestorben sein. Symbolbild: Jens Wolf/dpa
In Regensburg soll am Sonntagabend Mann bei der Festnahme gestorben sein.

Während die Polizei ihn am Sonntagabend festgenommen hatte, sei ein Mann bewusstlos geworden und habe aufgehört, zu atmen – das melden Staatsanwaltschaft Regensburg und das Polizeipräsidium Oberpfalz am Montagmittag. Die Identität des Toten sei – wie auch die Todesursache – noch nicht abschließend geklärt.

Am Sonntagabend gegen 19 Uhr wurde die Polizei laut Bericht wegen einer Körperverletzung in den "Bereich zwischen Brandlberg und Grünthal" gerufen: Ein 28-Jähriger habe dort Kopfverletzungen erlitten, der Tatverdächtige würde nach Angaben der Anruferin in Richtung Grünthal flüchten. Polizisten der Polizeiinspektion Regensburg Süd trafen den Tatverdächtigen in der Brandlbergstraße in Grünthal an. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen habe sich der Mann der Festnahme mit Gewalt widersetzt, ein Polizeibeamter erlitt dabei eine Kopfverletzung. Die Polizisten brachten den Mann laut Meldung zu Boden und fesselten ihn an den Händen, er wehrte sich aber weiterhin, weshalb er, nach Hinzukommen einer weiteren Streife der Polizeiinspektion Regensburg Nord, auch an den Füßen gefesselt werden sollte.

Laut Meldung sei der Mann "aus noch unbekannter Ursache" bewusstlos geworden und habe letztlich aufgehört zu atmen. Erste Hilfe und Reanimationsmaßnahmen von Polizei und Rettungsdienst blieben erfolglos. Noch in der Nacht und vor Ort nahmen die Regensburger Staatsanwaltschaft und das Bayerische Landeskriminalamt die Ermittlungen auf. Eine Obduktion und chemisch-toxikologische Untersuchungen sollen nun Aufschluss über die Todesursache geben. Die Staatsanwaltschaft weist in ihrer Mitteilung konkret darauf hin, dass zum jetzigen Zeitpunkt kein konkreter Tatverdacht einer Straftat gegen Polizeibeamte bestünde. Die Übernahme der Ermittlungen durch das Landeskriminalamt entspräche dem Standardvorgehen in vergleichbaren Fällen und diene der Sicherung größtmöglicher Objektivität.

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