Update 31.03.2026 - 14:54 Uhr

Noch einmal Winter in Südbayern – Glätte führt zu Unfällen

Der März verabschiedet sich mit einem Wintereinbruch: Neuschnee, Glätte und Blechschäden gibt es auf den Straßen. Wie gefährlich ist es die nächsten Tage?

Ergiebige Neuschneefälle haben in Südbayern noch einmal für größere Einsätze für Räum- und Rettungsdienste gesorgt. Das winterliche und regnerische Wetter führte zu mehreren Unfällen auf den Straßen, der Deutsche Wetterdienst (DWD) registrierte in den Bergen bis zu einem halben Meter Neuschnee.

Meistens entstanden bei den Unfällen lediglich Blechschäden, doch in einem Fall kam ein 35 Jahre alter Autofahrer schwer verletzt in ein Krankenhaus, wie die Polizei mitteilte. Er geriet mit seinem Wagen am Montagabend bei Tuntenhausen (Landkreis Rosenheim) auf der schneebedeckten Fahrbahn ins Schleudern. Daraufhin kam er mit dem Auto von der Straße ab und prallte gegen einen Baum. Die Feuerwehr befreite den Mann aus seinem Fahrzeug.

Solch ein Wetter sei für die Jahreszeit nicht außergewöhnlich, sagte ein DWD-Meteorologe in München. Es sei nur etwas ungewohnt im Vergleich zu den vergangenen Jahren, als es zu dieser Zeit bereits frühlingshafter gewesen sei. Auf der Zugspitze registrierte der Wetterdienst 51 Zentimeter Neuschnee, in den Allgäuer Alpen etwa halb so viel. In den Tälern fielen in den Ortschaften zwischen 15 und 20 Zentimeter Schnee.

In den folgenden Tagen besteht laut DWD weiterhin Glättegefahr. Leichter Frost und Schneematsch lassen die Straßen im Freistaat auch in der Nacht zum Mittwoch wieder rutschig werden. In den Tallagen wird der Schnee laut dem Meteorologen allerdings nicht lange liegen bleiben. Dafür seien die Böden bereits zu warm. Und an Ostern erwartet der DWD bis zu 20 Grad im Freistaat.

Laut dem Lawinenwarndienst besteht nach den neuen Schneefällen in den Alpen oberhalb der Waldgrenze eine erhebliche Lawinengefahr. „Das Hauptproblem ist Triebschnee“, teilten die Lawinenexperten mit. Die von Schneeverwehungen betroffenen Gebiete seien teilweise schwer zu erkennen. „Mittelgroße Schneebrettlawinen können vielerorts mit geringer Zusatzbelastung ausgelöst werden“, berichtete der Warndienst.

Auch auf der Autobahn 8 sorgten Glätte und Nässe nochmals für Unfälle. Zwischen den Anschlussstellen Adelzhausen und Sulzemoos prallten gleich zwei Fahrzeuge innerhalb kurzer Zeit gegen die Leitplanke. Die Menschen in einem der Autos kamen vorsorglich in ein Klinikum, die übrigen blieben unverletzt.

Diesel nach Unfall ausgelaufen

Für eine zwischenzeitliche Sperrung auf der A8 sorgte die Kollision eines Autos mit einem Sattelzug. Der Fahrer des Autos verlor laut Polizei wegen Aquaplanings die Kontrolle über sein Fahrzeug. Er sei zu schnell gewesen. Dadurch stieß er mit dem Sattelzug zusammen – ausgerechnet im Bereich des Dieseltanks. Eine erhebliche Menge des Kraftstoffs sei ausgetreten. Für über drei Stunden blieben der rechte und mittlere Fahrstreifen der Autobahn wegen der Reinigungsarbeiten gesperrt. Der Unfallverursacher kam leicht verletzt in ein Krankenhaus.

Ein anderer Autofahrer geriet wiederum beim Spurwechsel ins Rutschen. Dadurch stieß er mit einem anderen Wagen zusammen. Alle Beteiligten blieben unverletzt. Allerdings fehlte beim Auto des mutmaßlichen Unfallverursachers die Haftpflichtversicherung. Das Fahrzeug wurde abgeschleppt.

Auch auf der A96 kam es zu zwei Aquaplaning-Unfällen. Beide Male prallten die Fahrer mit ihren Fahrzeugen alleinbeteiligt gegen die Leitplanke. Auch sie blieben unverletzt.

© dpa-infocom, dpa:260331-930-888718/3

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