Wörth an der Donau
19.10.2026 - 14:26 Uhr

Zoll stellt drei Kilogramm synthetische Drogen auf A3 sicher

Zollbeamte entdecken auf der A3 bei Wörth an der Donau über drei Kilogramm Clephedron. Ein 38-jähriger Niederländer wurde zu fast drei Jahren Haft verurteilt.

Zöllner der Kontrolleinheit Verkehrswege des Hauptzollamts Regensburg haben Ende April auf der Autobahn A3 bei Wörth an der Donau einen großen Drogenfund gemacht. Über drei Kilogramm des Betäubungsmittels Clephedron-Hydrochlorid stellten Zöllner der Kontrolleinheit Verkehrswege (KEV) des Hauptzollamts Regensburg bei der Kontrolle sicher. In einem Autos mit niederländischer Zulassung entdeckten sie im Rucksack des 38-jährigen Fahrers drei vakuumverpackte Beutel mit einer kristallinen Substanz. Das Gesamtgewicht der drei Beutel betrug rund 3,05 Kilogramm. Ein Drogenschnelltest vor Ort reagierte positiv auf Amphetamin, doch eine spätere Untersuchung ergab, dass es sich um Clephedron-Hydrochlorid handelt.

Kokain konsumiert

Der 38-jährige Fahrer gab an, aus den Niederlanden zu kommen und auf dem Weg zu einer Hochzeit nach Wien zu sein. Die Frage nach mitgeführten Betäubungsmitteln und Waffen verneinte er laut Polizeibericht. Bei der Kontrolle machten die Zöllner dann den Drogenfund. Der Reisende gab an, nicht zu wissen, worum es sich dabei handele. Bei der weiteren Kontrolle fanden die Einsatzkräfte im Rucksack außerdem fünf kleine Behältnisse mit Kokainanhaftungen. Der 38-Jährige gab an, gelegentlich Kokain zu konsumieren. Ein an seinen Händen durchgeführter Drogentest reagierte positiv auf Kokain. Wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz wurde der Mann vorläufig festgenommen.

Fast drei Jahre Haft

Das Amtsgericht Regensburg verurteilte den Mann vergangene Woche wegen unerlaubter Einfuhr und Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Mann befindet sich weiterhin in Haft, teilt das Hauptzollamt Regensburg mit.

Laut Wirkstoffgutachten wurden rund 2.967 Gramm Clephedron festgestellt, was die Grenze zur nicht geringen Menge um das 77-fache überschreitet. Clephedron, auch als 4-CMC oder 4-Chlormethcathinon bezeichnet, ist eine künstlich hergestellte Substanz mit anregender Wirkung. Sie gehört zu einer Gruppe von Drogen, die ähnlich wie Amphetamin, umgangssprachlich auch „Speed“ genannt, wirken können.

„Der Aufgriff verdeutlicht, wie wichtig Kontrollen auf unseren Straßen sind. Unserer Kolleginnen und Kollegen leisten täglich einen wichtigen Beitrag dazu, illegale Drogentransporte aufzudecken und Betäubungsmittel aus dem Verkehr zu ziehen“, erklärt Nadine Striegel, Pressesprecherin des Hauptzollamtes Regensburg.

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