19.06.2018 - 11:11 Uhr
Deutschland & Welt

Was bei einem Zahnverlust durch Unfall zu tun ist Wo ist mein Zahn?!

von Gesund & VitalProfil

Ein Boxer weiß um die Gefahr eines Schlages, schützt sein Gebiss mit einer Zahnschiene. im Alltag macht dies wenig sinn, doch schneller als gedacht, kann ein Zahn tatsächlich in Gefahr sein. Ein Sturz mit dem Fahrrad oder ein unachtsamer Biss beim Essen, und schon ist es passiert: Ein Stück vom Zahn bricht ab, noch schlimmer – der ganze Zahn wird herausgebrochen oder verschoben. Der Rat ist alt bekannt und doch auch in dieser Situation oberstes Gebot, nämlich Ruhe zu bewahren. Dies mag auf den ersten Blick recht einfach klingen, doch im Ernstfall ist der Schock doch groß, wenn der Zahn vor einem liegt, womöglich begleitet von Schmerzen.

Grundsätzlich gilt: Den Zahn oder das abgebrochene Teil des Zahns suchen, mitnehmen und möglichst ideal während der Zeit bis zum Zahnarzt aufbewahren. Zeit ist der entscheidende Faktor, wichtig ist, schnellstmöglich den Zahnarzt oder eine Zahnklinik aufzusuchen, denn je schneller der Mediziner handeln kann, desto besser die Prognose, den Zahn erfolgreich zurückzusetzen. Eine vollständige Ausheilung hängt unter anderem davon ab, ob der Zahnnerv beschädigt worden ist. Wenn ja, ist die Gefahr groß, dass durch das schutzlose Ausgeliefertsein Bakterien im Mundraum irreversible Schäden am Nerv verursacht haben. Eine Behandlung am Wurzelkanal ist dann unausweichlich, umso wichtiger, dass die abgebrochene Zahnkrone vorliegt. ist der Zahnnerv ohne Schäden oder nur ein kleiner Teil vom Zahn abgebrochen, lässt sich dies sehr gut mit Verfahren des Wiederanklebens beheben.

In den ersten Stunden nach dem Zahnverlust muss das „Überleben“ des Zahns sichergestellt werden, dies gelingt am besten in einer speziellen „Zahnrettungsbox“, in der die Aufbewahrungsbedingungen so gestaltet sind, dass der Zahn nicht austrocknen kann. Eine solche Box ist in Apotheken oder Zahnarztpraxen erhältlich. Abgebrochene Zähne oder Bruchstücke davon in Wasser zu legen ist keine Alternative, im Gegenteil, sogar schädlich; ebenso den abgebrochenen Zahn trocken zu lagern. Alternativ zur „Zahnrettungsbox“ bieten sich isotone Kochsalzlösungen und H-Milch an.

Vermieden werden muss unbedingt, die Wurzeloberfläche anzufassen, denn funktionstüchtige Zellen könnten dadurch zerstört werden. Die Zahnkrone zu reinigen ist ebenso falsch wie selbstständige Versuche, den Zahn höchstpersönlich wieder einzusetzen. Feine Wurzelfasern könnten zerstört, das Wiedereinsetzen eines aus- oder abgebrochenen Zahns zusätzlich erschwert werden.

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