06.12.2018 - 15:33 Uhr
Hof an der SaaleDeutschland & Welt

Im Zeichentrick-Kosmos gefangen

Gelungener Tournee-Auftakt von „Disney in Concert – Wonderful Worlds“ in der Freiheitshalle Hof

Stars aus dem Disney-Kosmos - hier "Pocahontas" von Ivy Quainoo - wurden zum Tourauftakt der "Disney in Concert"-Reihe in Hof zum Leben erweckt
von Holger Stiegler (STG)Profil

Zufall oder Absicht? Zumindest hat es gepasst: Am Mittwoch wäre Walt Disney 117 Jahre alt geworden, am selben Tag feiert „Disney in Concert – Wonderful Worlds“ in der Freiheitshalle Hof einen umjubelten Auftakt der Deutschland-Tournee. Wenn der Name „Disney“ draufsteht, dann lockt er in der Regel die Erwachsenen und die Kinder an. Das ist auch in diesem Fall so, allerdings bleiben noch einige Plätze frei.

Das „Disney“-Universum lässt seit Jahrzehnten die Herzen von Mädchen und Jungen höher und schneller schlagen – ganz gleich welchen Alters, denn da werden auch 50- und 60-Jährige wieder zu Kindern. Seit jeher ist Disney untrennbar mit Musik verbunden, ein Umstand, auf dem das Konzept des Abends basiert. Ein Konzept, das wahrlich nicht schlecht ist und fast zweieinhalb Stunden lang für familienfreundliche Unterhaltung der besseren Sorte bürgt.

Glänzende Orchestermusik, gute bis sehr gute Gesangssolisten und Ausschnitte aus bekannten Disneyfilmen auf der großen Leinwand als Bühnenbild prägen das Programm. Das Publikum wird mitgenommen auf eine abenteuerliche Reise in zeitlose und aktuelle Disney-Welten, bereitet wird ein Rausch der Sinne. So geht es nach Polynesien zur Stammeshäuptlings-Tochter „Vaiana“, ins alte Griechenland zum Helden „Hercules“, zur Indianerfrau „Pocahontas“ und zu den „Bärenbrüdern“ am Ende der Eiszeit in Nordamerika.

Während der fulminanten Musik des Hollywood-Sound-Orchestra unter Leitung von Wilhelm Keitel werden Ausschnitte aus den Filmen gezeigt und die Solisten stimmen bekannte Melodien aus den Filmen an. Auf der Bühne stehen die ausgewiesenen Musical-Stars Sabrina Weckerlin, Mark Seibert, Elisabeth Hübert, Anton Zetterholm und Alexander Klaws sowie die beiden Popsängerinnen Annett Lousian und Ivy Quainoo. Aus Disney-Filmen wurden Musicals, aus Musicals auch Disney-Filme – das Sängerinnen- und Sängertableau ist also treffend zusammengestellt. Und es enttäuscht nicht: Mit viel Leidenschaft, Stimmeskraft und passenden kleinen Choreographien können die Akteure auf der Bühne überzeugen – ganz egal, ob beim Solo-Gesang, im Duett oder als Gruppe.

Das gilt auch weitere Ausschnitte des Abends wie beispielsweise „Die Schöne und das Biest“, „Der Glöckner von Notre-Dame“, „Cinderella“, „Peter Pan“, „Bernhard und Bianca“, „Tarzan“ und „Pinocchio“. Nicht fehlen dürfen – natürlich – „Der König der Löwen“, „Mary Poppins“ und „Die Eiskönigin“.

Durch das Programm führt mit mal weniger und mal mehr geistreichen Moderationen Jan Köppen, es lässt sich sicherlich darüber streiten, ob ein gedrucktes Programmheft (das es nicht gibt) nicht sinnvoller wäre. Für den musikalisch dramatischen Höhepunkt des Abends sorgt das fabelhafte Orchester mit reinem spannungsgeladenen Instrumentalklang beim Ausschnitt aus „Fantasia“, einem der ersten abendfüllenden Zeichentrickfilme aus dem Hause Disney: Mickey Maus schlüpft darin in die Rolle des Zauberlehrlings, der allerdings im weiteren Verlauf die Zauberkräfte nicht mehr kontrollieren kann.

Natürlich können an einem Abend wie diesem nicht alle bekannten Disney-Klänge angestimmt werden – man denke nur an „Aristocats“, „Robin Hood“, „Das Dschungelbuch“ oder „Arielle“. Der Stoff für kommende Programme dürfte als nicht ausgehen. Viel Applaus für einen lohnenden Disney-Abend.

Die aktuelle Produktion macht in den nächsten Wochen noch zweimal Station in Bayern: Am 19. Dezember in der Arena Nürnberg sowie am 16. Februar 2019 in der Olympiahalle München.

Karten beim NT/AZ/SRZ-Ticketservice unter Telefon 0961/85-550, 09621/306-230 oder 09661/87290.

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