18.08.2018 - 11:37 Uhr
Deutschland & Welt

Zwei Tote in den bayerischen Bergen

Bei Bergunfällen im Herzogstandgebiet und im Wettersteingebirge kommen am Freitag zwei Männer ums Leben.

Im Wettersteingebirge kam am Freitag ein Mann ums Leben.
von Agentur DPAProfil

Walchensee/Garmisch-Partenkirchen. In Bayern kam es am Freitag zu zwei tödlichen Wanderunfällen. Im Herzogstandgebiet am Walchensee stürzte ein 76-jähriger Mann einen steilen Abhang hinab. Im Wettersteingebirge (Garmisch-Partenkirchen) ist ein 68-jähriger Mann verunglückt.

Wie die Polizei in Rosenheim am Samstag mitteilte, stand der 76-Jährige am Freitagnachmittag am Wegesrand zwischen Bergstation und Herzogstandhaus, als ein Versorgungsfahrzeug vorbei fuhr. Der Mann verlor das Gleichgewicht und stürzte den Abhang hinunter. Der Bergwacht gelang es, ihn zu reanimieren. Er wurde mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus nach Murnau geflogen, wo er kurz darauf starb. Seine Ehefrau musste den Unfall mit ansehen und wurde von einem Kriseninterventionsteam betreut.

Nach Angaben der Polizei sagten Zeugen aus, das Fahrzeug sei mit langsamer, angepasster Geschwindigkeit unterwegs gewesen und habe den 76-Jährigen auch nicht berührt.

Im Wettersteingebirge ist ebenfalls am Freitag ein 68-jähriger Tourist aus Nordrhein-Westfalen verunglückt. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, war der Mann alleine auf der Alpspitze unterwegs, als er beim Abstieg das Gleichgewicht verlor und 100 Meter in die Tiefe stürzte.

Nach Angaben der Polizei blieb er auf etwa 2200 Metern Höhe leblos liegen. Ein Zeuge hatte den Unfall beobachtet und die Einsatzkräfte gerufen. Sie bargen den Mann.

Glimpflicher ging ein Absturz am Ufer des Königssees aus. Ein 29 Jahre alter Mann aus Baden-Württemberg stürzte in der Nacht auf Samstag am Ostufer einen Steilhang hinab rund zehn Meter in die Tiefe. Dabei verletzte er sich schwer an Schulter, Brustkorb und Sprunggelenk. Fünf Stunden dauerte es nach Angaben von Berg- und Wasserwacht, bis der junge Mann gerettet war.

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