Röthenbach/Tirschenreuth. Stolz verkündete Schulleiterin Doris Eckl bei der Abschlussfeier beim "Rechersimer" in Röthenbach, dass alle 13 Absolventinnen der Abteilung Hauswirtschaft der Landwirtschaftsschule in ihren Zeugnissen eine Eins vor dem Komma hätten.
Die Freude der Frauen war natürlich riesengroß. Hinter den 13 Schülerinnen liegen gut zwei Jahre Studium. Und das neben Familie, Bauernhof, Kindererziehung und dazu noch manches Mal auch neben dem Beruf als Arzthelferin, Bürokauffrau, Altenpflegerin, Steuerfachgehilfin und sogar Schreinerin.
Trotz der Doppelbelastungen haben sich die Frauen zur Ausbildung als Fachkraft für Ernährung und Hauswirtschaft entschieden, was ihnen im Festakt mehrfach hoch angerechnet wurde. Landwirtschaftsamtsdirektor Wolfgang Wenisch gratulierte den Abschlussschülerinnen herzlich und wünschte ihnen alles Gute für die Zukunft.
Ängste und Sorgen
Hauswirtschaftsdirektorin Doris Eckl blickte auf die Anfänge der Abolventinnen an der Schule zurück und erinnerte sich an die Ängste und Sorgen, den Lehrstoff nicht bewältigen oder die Mehrfachbelastung nicht stemmen zu können. Alle hätten bestanden und nun einen guten Weg vor sich.
"Sie haben sich für einen Beruf entschieden, der wieder stärker wahrgenommen wird." Als Fachkraft für Ernährung und Hauswirtschaft mit Zusatzqualifikation zur Ausbilderin seien die Absolventinnen stark gefragt, so Eckl weiter.
Sehr herzlich gestalteten die Sprecherinnen Melanie Windschiegl und Carolin Schaumberger ihr ganz persönliches Resümee auf die Schulzeit. Nette Redewendungen aus Insiderkreisen gehörten ebenso dazu wie die Aufbereitung der Unterrichtsfächer aus Sicht der Schülerinnen. Dabei kam der Sinn von "Putzsteinen" ebenso humoristisch auf den Tisch wie der "Nähmaschinenführerschein" oder das "Eliminieren von Beikräutern" im Garten. Besonders aber stellten die Sprecherinnen die enge Gemeinschaft während der Studierzeit heraus, die zu engsten Freundschaften geführt habe.
"Die wichtigste Person auf einem Bauernhof ist die Bäuerin", sagte stellvertretender Landrat Alfred Scheidler. Er beglückwünschte die Frauen zu ihrem Mut zu dieser Ausbildung sowie der bestandenen Prüfung und wünschte alles Gute weiterhin. "Sie können stolz auf Ihre Schule sein", meinte Scheidler mit Blick auf Wolfgang Wenisch. Er versprach, dass der Landkreis auch an die Landwirtschaftsschule denke. Dies zeige als jüngsten Beispiel die neue Küche, welche im Herbst eingeweiht werde.
Zeugnisse überreicht
"Hauswirtschafterinnen sind das Rückgrat der sozialen Gesellschaft. Denn das Wichtigste in einer Gesellschaft sind die Grundbedürfnisse", sagte die stellvertretende Kreisbäuerin Martina Sticht. Nach weiteren Grußworten und einem musikalischen Beitrag von Rebecca Gürster am Klavier überreichten Eckl und Scheidler die Zeugnisse.
Die Absolventinnen
Bestleistungen zeigten mit der Note 1,22 Rebecca Gmeiner aus Triebendorf und Brigitte Schnurrer aus Waldsassen. Es folgen Carolin Schaumberger aus Wiesau und Herta Heser aus Kulmain mit jeweils der Note 1,44. Weitere Absolventinnen sind Carolina Fütterer aus Püchersreuth, Christl Horn aus Ebnath, Anja Kreuzer aus Waldsassen, Karina Mai aus Erbendorf, Michaela Panzer aus Mitterteich, Marion Schildknecht aus Wiesau, Carolin Schuller aus Kleinsterz, Sara Schwarz aus Reuth b. Erbendorf, Melanie Windschiegl aus Neuhaus und Carola Wölfl aus Leonberg. (ubb)
















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.