Den Wert der Streuobstwiesen verständlich und erlebbar machen: Das hat sich der Obst- und Gartenbauverein zur Aufgabe gemacht. Er will dabei junge Menschen für altes Wissen begeistern - mit der Teilnahme am Streuobst-Wettbewerb, den der Bayerische Landesverband für Gartenbau und Landespflege ausgerufen hat.
Zum Start hatten die Gartenfreunde Kinder in die Streuobstanlage beim Mehrgenerationenpark eingeladen. Vorsitzender Hans Rupprecht erläuterte dort neun Mädchen und Buben den Hintergrund der landesweiten Aktion. Zwar sei der Baumbestand noch pflegebedürftig, doch: "Wir wollen hier auch Obst ernten", versicherte er der munteren Schar.
Auf seine Frage, was man aus Obst herstellen kann, kamen Antworten wie Obstsaft, Obstsalat, Apfelküchel, Kuchen und Marmelade. Bei der Frage nach den vertretenen Baumarten gab es dagegen längeres Überlegen und Zögern, ehe richtig auf Kirsche und Apfel getippt wurde.
"Während des Jahres sind an den Bäumen immer wieder Arbeiten zu verrichten", erfuhren die Kinder. Sie durften auch sofort mit der Baumpflege beginnen und die ersten Triebansätze wegzwicken. "Die kleinen Wunden schließen sich sofort", erklärte Rupprecht.
Der Aufenthalt an den Obstbäumen entwickelte sich zu einer kleinen Unterrichtsstunde. Eine Fülle von Antworten kam auf die Frage: "Für was bieten Streuobstwiesen Lebensraum?" Rupprecht notierte: für Blumen, Kleinlebewesen, Vögel, Insekten, Igel, Obst und sogar Holz. Im Rückblick auf früher berichtete der Vorsitzende von Obstbäumen, die die Kommunen an Wege- und Straßenrändern pflanzten und die im Sommer an Interessenten ohne eigenes Obst versteigert wurden. Zustimmung fand er bei den Kindern mit der Aussage: "Obst aus unseren Gärten und Streuobstwiesen ist gesünder als das aus dem Supermarkt."
Zum Abschluss dieses ersten Informationstags erhielt jedes Kind eine Karte mit dem ersten Eintrag. Am Ende der Veranstaltungsreihe gibt es für die Karten mit den meisten Einträgen schöne Preise. Nächstes Treffen ist am 8. Juni auf der Streuobstwiese an der Hohen Straße. Rupprecht gab den Mädchen und Buben Namenskärtchen mit, die sie als Hausaufgabe mit ihrem Namen versehen sollen und künstlerisch gestalten können. Nach Abschluss der Aktion werden die Kärtchen an einem Baum angebracht.









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