Wenn in Fuchsmühl am Wochenende nach Pfingsten (26. und 27. Mai) die Kirchenglocken läuten, dann tun sie es an beiden Tagen aus einem ganz besonderen Grund. Die Wallfahrtspfarrei "Maria Hilf" feiert ein in der Region einmaliges Fest zu Ehren der heiligen Rita. Äußeres Symbol der Feiertage sind die roten Rosen, die vor den Gottesdiensten an der Kirchentüre angeboten und gesegnet werden.
Der Brauch geht auf ein Wunder zurück, als Rita während der Wintertage, Dank ihrer inneren Kraft, eine Rose zum Blühen brachte. Seit Jahren gehört Fuchsmühl zu den bedeutenden Stätten der Rita-Verehrung. Nicht nur am Fest, auch während des Jahres ist die farblich bunt gestaltete Rita-Kapelle im nördlichen Seitenflügel der Wallfahrtskirche ein viel besuchter Gebetsort. Im Klosterladen, gegenüber der Wallfahrtskirche, sind Devotionalien erhältlich. Die Heilige, deren Statue auch in Fuchsmühl zu sehen ist, wird weltweit verehrt. Viele Menschen wenden sich in ihren Sorgen und Nöten an sie und bitten um Rat und um ihr Gebet.
Margherita Lotti - später bekannt als heilige Rita und Helferin in aussichtslos scheinenden Nöten - starb am 22. Mai 1447. Der Leichnam der stigmatisierten Ordensfrau ruht in der Basilika di Santa Rita in Cascia. Alljährlich zum Todestag erinnert man sich an vielen Orten der beliebten Heiligen. Vor mehr als 40 Jahren, damals unter der seelsorgerischen Leitung des Augustinerpaters Gisbert, ergänzte man auch in Fuchsmühl den Wallfahrts- und Feiertagskalender mit einem jedes Jahr im Mai stattfindenden Rita-Fest.
Mit Singkreis "Cantiamo"
Auch heuer bereitet man sich wieder mit Andachten darauf vor. Der Festgottesdienst am Samstag, 26. Mai, um 17 Uhr wird vom Singkreis "Cantiamo" begleitet. Als Festprediger konnte der Mitterteicher Pfarrer Anton Witt gewonnen werden.
Verbunden ist das Fest zu Ehren der "Helferin in allen Nöten" bereits seit einigen Jahren mit der Friedenswallfahrt der Soldaten- und Reservistenkameradschaften des Landkreises Tirschenreuth. Das inzwischen 58. Gebet um den Frieden in der Welt (früher als "Heimkehrerwallfahrt" bekannt) beginnt am Sonntag, 27. Mai, um 9.30 Uhr mit einer Kranzniederlegung am Mahnmal "Heimkehr - Mahnung zum Frieden" (am südlichen Ortseingang Richtung Wiesau). Anschließend startet der Kirchenzug - mit dem Kreuz voran - hinauf zur Wallfahrtskirche. Der anschließende Festgottesdienst um 10.15 Uhr wird vom Kirchenchor musikalisch mitgestaltet. Seinen Ausklang findet das Ritafest um 14 Uhr mit einer Andacht zu Ehren der Heiligen. Wieder singt der Kirchenchor. Die Krankensegnung findet im Anschluss daran statt.















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